Leserbrief

Landesspital «Tag der offenen Tür»

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 13. November 2014

Das Ladesspital Vaduz rührt die Werbetrommel. Verstehe ich ja! Das LLS wurde neu saniert, umgebaut und die Kosten müssen gedeckt werden. Es braucht neue Kunden bzw. Patienten. Die Besucher (zukünftige Patienten) werden von sehr netten Ärzten und Personal durch das Spital begleitet, es darf alles bestaunt werden.
Blutdruck-, Blutzucker- und BMI-Messung werden angeboten. Entsprechen die Werte nicht der Norm – was bei älteren «Kunden» mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall sein wird –, wird eine Therapie empfohlen mit der Erklärung: «Die hohen Werte sind ja sehr gefährlich». Die Messung des BMI (Body-Mass-Index) kann auch viel Geld einbringen. Es gibt ja genug «Kunden», die einen erhöhten BM-Index haben, auch Jugendliche. Hier gibt es natürlich auch Abhilfe mit einem Magenband oder einer Insulintherapie, etc., etc. – das Spezialgebiet des sehr netten Chefarzts.
Medikamente folgen auf Medikamente, Arztbesuche auf Arztbesuche, Operationen auf Operationen. Schon steigt der Umsatz des Landesspitals. Gleichzeitig steigen die Anzahl der chronisch Kranken und die Kosten für das Gesundheitswesen.
Ein Sprichwort besagt: «Gesund ist, der nicht, oder noch nicht gründlich untersucht wurde.»
Hier ist wieder Eigenverantwortung gefragt. Nicht alles, was der nette Arzt erzählt, auf Anhieb glauben. Bei Medikamenten nach Wirkung, Nebenwirkung, Wechselwirkung und Dauer der Einnahme fragen. Ein Medikamentenmix von mehr als fünf verschiedenen Inhaltsstoffen kann zu Medikamentenmissbrauch führen und Schäden sowohl auf körperlicher als auch seelischer Ebene verursachen. Vor Operationen eine Zweitmeinung einholen, alles schriftlich festhalten und vor einer OP eine Offerte verlangen.

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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