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Leserbrief

Ich bin gern katholisch

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 8. November 2014

Paulus nennt die Kirche Leib Christi. Ein treffenderes Bild der Kirche kann ich mir nicht vorstellen. Deswegen möchte ich mit euch teilen, was ich in T. Haliks preisgekröntem Buch «Geduld mit Gott» darüber gelesen habe. Er schreibt: «Ich werde traurig, wenn Eiferer für das Haus Gottes überhaupt nicht begreifen, dass sie eigentlich gefährliche Attentäter sind, die ... ihre Katholizität bedrohen.» Ihnen fehlt die Vision des Paulus, vom lebendigen Organismus, dem Leib Christi. Halik schreibt: «Im Leib ergänzen sich alle Glieder in ihrer Verschiedenheit, indem sie ihre unterschiedlichen Aufgaben respektieren. Die Hand kann nicht zum Fuss oder das Auge zum Ohr sagen: Ich brauche dich nicht. Wie sehr wünsche ich mir, dass wir uns endlich mit aller Konsequenz bewusst werden, dass die Kirche, der Leib Christi, alle braucht: Genau wie die progressiv nach vorn schauenden Augen auch Füsse brauchen, die fest auf dem Boden der Tradition stehen; braucht auch die Hand, die aktiv in das Geschehen der Welt eingreift, das Ohr, das nicht schwerhörig ist, sondern still, kontemplativ nach dem Herzen Gottes lauscht!»
Papst Franziskus lebt uns das vor – in der Befragung der Familien, der Zusammensetzung der Synodalen, der Zeit zum Dialog bis zur Familiensynode 2015 … Ist es nicht wunderbar, dass wir einander haben?
Und noch etwas: Wer ehrlich versucht, das biblische Bild der Kirche als Pilgerin zur ewigen Vollendung zu verstehen, weiss auch, dass wir das ganze Vaterunser brauchen: das Ausstrecken nach dem Reich Gottes, das Tun Seines Willens und die Bitte um das tägliche Brot für Leib und Seele …

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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