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Leserbrief

Argumentation der Ärztekammer ist unlogisch und defensiv

Dr. oec. HSG Herbert Werle, Vaduz | 27. Oktober 2014

Die Ärztekammer, eine Lobbyorganisation für ausgezeichnet verdienende Mediziner, kämpft mit allen Mitteln gegen eine Veränderung des bestehenden Systems und stellt sich auch vor die «Abzocker» aus ihren eigenen Reihen. Es kann doch einem normal denkenden Menschen nicht vermittelt werden, dass ein Dutzend Ärzte Tarifpositionen verrechnen, die zwischen 4000 und 8000 Stunden Arbeitsleistung umfassen würden.

Der Tarifleistung ist eine bestimmte Anzahl Minuten hinterlegt, die ein durchschnittlicher Arzt für das Erbringen der Leistung benötigt. Die Anzahl Minuten werden mit einem durchschnittlichen, sicher hohen Arztstundenlohn, berechnet.
Die Argumentation der Ärztekammer ist deshalb unlogisch und defensiv. Sie versucht alles, um das bestehende System mit unkündbaren Verträgen für die Ärzte, fehlender Transparenz für die Patienten und Prämienzahler, sowie den, im Vergleich zur Schweiz hohen Arzttarifen, zu belassen und auch die schwarzen Schafe unter den Ärzten zu schützen. Die Konsequenzen für die Krankenkassenbeitragszahler sind sehr hohe und weiter steigende Prämien sowie für Familien, Durchschnittsverdiener und Rentenempfänger ein steigendes Armutsrisiko, weil sie sich die Krankenkassenprämien immer weniger werden leisten können. Der Staat muss dann mit Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen einspringen.
Für die Ärztekammer ist dies anscheinend unwichtig. Entscheidend ist das Ziel ein System zementieren zu wollen, das Millionenverdiener auf Kosten des Mittelstandes und der unteren Einkommen bevorzugt. Der Prämienzahler hat leider keine Lobbyorganisation.
Ethisches und verantwortungsvolles Handeln für die Gesellschaft sieht anders aus ...

Dr. oec. HSG Herbert Werle,
Vaduz

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