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Leserbrief

Einfach nur beschämend!

Martin Negele,Badäl 160, Gamprin | 25. Oktober 2014

Eine Leserbriefschreiberin kritisierte gestern zu Recht die von der Regierung vorgesehenen massiven Mittelkürzungen für 2015 für das Heilpädagogische Zentrum (kurz: HPZ).
Unter anderem sollen die Löhne der Behinderten um 10 Prozent, also um etwa 30 bis 40 Franken pro Monat gekürzt werden. Ein für einen Behinderten mit seinem kargen Lohn beachtlicher, für Einsparungen im Landesbudget aber lächerlich kleiner Betrag.
Ebenso schäbig ist die Idee, den Fahrdienst für jene Behinderten, welche zwingend auf einen solchen angewiesen sind, ab Januar 2015 nicht mehr zu finanzieren. Wer bitte soll das in Zukunft bezahlen?
Doch nicht genug der guten Ideen: Das HPZ kann aus Kostengründen ab sofort keine weiteren Behinderten in den Bereichen Werkstätten und Wohnen aufnehmen. Was soll mit solchen Menschen in Zukunft geschehen?
Zu bedauern sind auch die Betreuenden und übrigen Angestellten des HPZ, die den Eindruck erhalten könnten, dass man in Vaduz nicht allzu viel von ihrer Institution hält.
Es bleibt zu hoffen, dass die Landtagsabgeordneten im November zu diesem Vorhaben der Regierung klar und deutlich nein sagen.
Interessant wäre es auch, zu erfahren, wie Fürstin Marie als Schirmherrin der Stiftung für Heilpädagogische Hilfe diese Kürzungsvorhaben beurteilt.
Und noch etwas: Der österreichische Bundespräsident Dr. Heinz Fischer sagte: «Die Qualität einer Gesellschaft kann man daran messen, wie sie mit den Schwächsten umgeht.»

Martin Negele,
Badäl 160, Gamprin

Glaube

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