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Leserbrief

Zu viele Medikamente machen die Senioren krank

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 22. Oktober 2014

Ärzte schätzen, dass Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente 35 Prozent aller Beschwerden von Senioren verusachen. «Die Zahl gleichzeitig bestehender Erkrankungen nimmt mit dem Alter zu», weiss der Frankfurter Geriater Dr. Wolfgang Mühlberg. «Durch diese Multimorbidität nimmt auch die Zahl der gleichzeitig verordneten Medikamente zu.»
«Die Alten sind die am stärksten und schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe in der gesamten westlichen Welt und sie haben eigentlich keine richtige Lobby, die für sie kämpft», sagt Prof. Martin Wehling vom Institut für klinische Pharmakologie Mannheim. «Im Bereich der Arzneimittelversorgung ist sicher die Fehlversorgung dieser Gruppe ein wesentlicher Beitrag zu 20 000 Arzneimittel-Toten pro Jahr, die nur in Deutschland angenommen werden müssen.»
Auch einer Studie der Ruhr-Universität Bochum zufolge weist die Behandlung älterer Menschen mit Medikamenten «besorgniserregende» Mängel auf. «Die Patienten werden mit wilden Mischungen von Wirkstoffen behandelt, die sich teils in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben und teils Wechselwirkungen hervorrufen können. Je älter der Patient war, desto höher war die Zahl der Präparate. Bei einigen Patienten waren es mehr als zehn.»
Die Behandlung mehrerer Erkrankungen bringe eine Fülle von Problemen mit sich, betonten die Forscher. So wirken etwa Schmerzmittel, die gegen Arthrose verordnet werden, negativ auf die Nierenfunktion. Das steigert den womöglich ohnehin erhöhten Blutdruck, der parallel mit anderen Medikamenten behandelt wird. Pharmakologin Petra Thürmann von der Universität Witten/Herdecke: «Das Aufeinandertreffen verschiedener Wirkstoffe könne schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. «Ein erheblicher Anteil dieser Nebenwirkungen führt zur sofortigen Einlieferung ins Krankenhaus.» Die Probleme reichten von Magenbeschwerden über Kreislaufprobleme bis hin zu Herzrhythmusstörungen.
Vollständiger Artikel siehe: http://www.3sat.de/page/?source=/nano/astuecke/126370/index.html
Meine Meinung: Senioren sollten Ihre Medikation überprüfen lassen. Weniger Medikamente bedeuten weniger chronisch Kranke und die Gesundheitskosten würden sich ebenfalls senken.

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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