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Leserbrief

Zwei Autobahnen – eine Tunnelspinne

Bürgerinitiativen «mobil ohne Stadttunnel» und «stattTunnel» www.-ohnetunnel.li, www.statttunnel.at | 20. Oktober 2014

Umfangreich und kompliziert sind die vielen Unterlagen zum Projekt «Stadttunnel Feldkirch». So wie das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung der Tunnelspinne, das gerade läuft. Noch sind wir von den beiden Bürgerinitiativen «mobil ohne Stadttunnel» und «stattTunnel» als Parteien im Verfahren drin, können alle Akten und Unterlagen einsehen und an der mündlichen Verhandlung Mitte Dezember als Partei mitreden. Wie lange das so bleibt, wird ein Gericht klären. Wie wird sich das auswirken? Im Umweltverträglichkeitsgutachten haben wir gravierende Fehler gefunden. Nur einer aus vielen ist, dass die Verkehrsprognose genau auf den Zeitpunkt gelegt wurde, an dem für die Bevölkerung im Zentrum Feldkirchs die grösstmögliche Entlastung und für die ausserhalb der Tunnelportale und in Liechtenstein die geringstmögliche Belastung erwartet wird. Er zeigt aber besonders klar auf, dass der Verkehr systematisch klein gerechnet wurde. Darf eine Behörde der Landesregierung Vorarlberg das gutheissen?
Bei den ersten Planungen zu einer Umfahrung Feldkirchs im Süden war allen klar, dass mit dem Tunnel, damals Letzetunnel genannt, die beiden Rheintalautobahnen verbunden werden. Der Stadttunnel heute ist nichts anderes als ein um Stadtausfahrten optimierter Letzetunnel. Er ist immer noch ein Teilstück der Autobahnverbindung und damit eine hochrangige Strasse. Darf Vorarlberg das im Verfahren einfach unter den Tisch fallen lassen?
Dass für die Tunnelspinne die Alpenkonvention beachtet werden muss, ist allen klar. Diese verpflichtet Vorarlberg und Liechtenstein dazu, den Verkehr aufeinander abzustimmen. Vorarlberg besteht auf dem Tunnelast Tisis, Liechtenstein lehnt ihn ab. Von einer aufeinander abgestimmten Verkehrsplanung keine Spur. Wie kann das für den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum notwendige Miteinander eingefordert werden?
Es sind noch viele weitere Fragen offen. Deshalb werden wir von den beiden Bürgerinitiativen am Donnerstag, 30. Oktober, ab 19 Uhr, im Gemeindesaal Mauren kurz über den aktuellen Stand des Verfahrens zum Stadttunnel Feldkirch informieren und danach mit Ihnen die offenen Fragen diskutieren. Eingeladen ist die Bevölkerung diesseits und jenseits der Grenze. Wir sind alle Betroffene.


Bürgerinitiativen «mobil ohne Stadttunnel» und «stattTunnel» www.-ohnetunnel.li, www.statttunnel.at

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