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Leserbrief

Oktober – Monat der Weltmission

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 18. Oktober 2014

«Die pilgernde Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch.» (II. Vat. Konzil)
«Eine Kirche, die nicht missioniert, hat schon demissioniert», meinte Kard. Kurt Koch.
Pilgern ist «in». Nicht nur auf dem Jakobsweg. In Skandinavien wurde 2010 der Olavs-Weg von der UNO zum Weltkulturerbe erklärt.
Jemand nannte das Pilgern «hinausgehen ins Innere». Es könnte auch heissen: «Dem Glauben Beine machen» oder «mit den Füssen beten». Deswegen bietet auch unser Glaubensprojekt «Brot und Rosen» jedes Jahr eine gemeinsame Pilgerfahrt an.
Missionieren ist für uns Christen Pflicht – für Muslime auch. Aber das Wie ist grundverschieden. Jesus hat uns beauftragt: «Geht zu allen Völkern ... Lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch geboten habe!» (Mt 28,19). Verstösst das nicht gegen die verbriefte Glaubensfreiheit? Sicher nicht. Es geht ja um die Wahrheit, «Gute Nachricht». Etwas Gutes darf, ja soll jeder Mensch weitererzählen! – natürlich ohne je List oder Gewalt anzuwenden! Bischof Wanke von Erfurt verglich die Frohe Botschaft mit einer Wanderkarte, die den sichersten Weg zum Ziel zeigt und Wanderer befähigt, andere auf der Lebenswanderung zu beraten. Wanderkarten müssen immer auf den neuen Stand der Gegend angepasst werden, so auch die Form der Verkündigung. Die Bibel ist schon in Tausende von Sprachen übersetzt worden: Inhalt bleibt gleich, Form und Verwirklichung passen sich den sich ändernden Lebenswirklichkeiten an.
Wir Christen sind nicht besser als Andersgläubige, aber wir haben es besser! Wir haben im Evangelium die sichere Wanderkarte zum ewigen Ziel. Auch unvollkommene Christen können, ja sollen den Weg, der Christus selber ist, zeigen, wie auch Kranke den Weg zum Arzt zeigen können. Aber gehen muss ihn jeder und jede selber!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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