Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Blüms grosser Irrtum – oder: Sapperlot, die Rente ist nicht sicher!

Hans Mechnig,Tröxlegass 46, Schaan | 15. Oktober 2014

Wie Janine Köpfli in der vaterländischen «Sapperlot»-Rubrik vom 14. Oktober feststellt, zeigt sich immer häufiger, dass die Zahlungen von AHV und Pensionskasse nicht ausreichen, um das Leben nach der Pensionierung zu finanzieren. Die nächste (noch) schlechte(re) Nachricht dazu: Diese Situation wird sich noch massiv verschärfen. Die gute Nachricht? Leider Fehlanzeige! Es gibt sie nicht. Warum ist das so? Hauptgrund für die Misere ist die Inflation, die permanente Ausweitung der Geldmenge durch den Geldmonopolisten Staat bzw. seine Zentralbank und die Geschäftsbanken. Folge dieser Inflation sind steigende Preise. Entsprechend erodiert die Kaufkraft von Renten, Pensionen und Ersparnissen. Zum ultimativen Desaster wird das Ganze durch die Nullzinspolitik. «Aber die Zinsen werden in Kürze wieder steigen!», hört man derzeit allerorten. Vergessen Sie’s! Dass kann sich niemand mehr leisten. Die weltweit aufgetürmten Schuldenberge sind derart gigantisch, dass sie das menschliche Vorstellungsvermögen ohnehin an seine Grenzen bringen. Eventuell ist das witzigerweise sogar das einzig Gute an ihnen. Wie soll man sich vor etwas fürchten, dass man sich nicht vorstellen kann? Die USA allein sitzen auf einem Schuldenberg von ca. 18 000 Milliarden Dollar. Tendenz steigend. Eine Zinserhöhung von einem Prozent bedeutet, dass in einem Jahr zusätzlich 180 Milliarden Dollar an die Gläubiger zu bezahlen sind. Und das bei einer ohnehin tiefroten Haushaltsrechnung. Erschwerend kommt hinzu, dass diese 18 000 Milliarden Dollar Schulden nur das sind, was offiziell ausgewiesen wird. Es ist davon auszugehen, dass ein Mehrfaches davon im Verborgenen schlummert – u. a. zukünftige Renten- und Pensionsverpflichtungen, für die bisher nicht ein einziger Cent angespart worden ist. Gleich, ähnlich oder schlimmer – im Verhältnis – präsentiert sich die Situation bei einer Vielzahl von Staaten; innerhalb und ausserhalb der EU. Sogar der vermeintliche Musterknabe Deutschland wird seine Schulden auf ordentlichem Wege nie bedienen wollen, äh können. Pardon!
Frau Köpfli meint, man könne auf die Politik hoffen, «dass sie etwas verbessert»! Das erinnert an die Idee, dem Fuchs die Bewachung des Hühnerstalls zu übertragen. Gerade diese Politik präsentiert uns derzeit Inflation als etwas Gutes, Erstrebenswertes, gar Notwendiges. Wobei, völlig falsch ist das ja nicht. Inflation für den verschuldeten Staat; schlecht für die Bevölkerung bzw. deren Renten, Pensionen und Ersparnisse. (Aber man kann sich ja schliesslich nicht um alles kümmern!) Ausserdem werden weiterhin Schulden aufgetürmt, als gebe es kein Morgen; begleitet von geldpolitischen Experimenten, die uns früher oder später im Gesicht explodieren werden.
Das Problem lösen oder zumindest entschärfen könnte werthaltiges Geld. Dafür müsste das staatliche Geldmonopol fallen. Doch das wird er freiwillig nie aus der Hand geben. Warum wohl ist das so?

Hans Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

Verkehrspolitik

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung