Leserbrief

Vorbeugen ist besser als heilen

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 20. September 2014

Es ist grossartig, wie freigebig die reichen Staaten bei Katastrophen spenden. Das ist sicher lobenswert, aber Katastrophen vorbeugen wäre viel besser! Während 2013 der schlimmste Taifun aller Zeiten die Philippinen verwüstete, tagte in Polen der Klimagipfel. Der Vertreter der Philippinen trat in den Hungerstreik, bis die politischen Vertreter konkrete Verpflichtungen zum Klimaschutz unterschreiben. Und der Erfolg? Morgen, am 21. September 2014, gehen Millionen in der ganzen Welt auf die Strasse zur grössten Klima-Mobilisierung der Geschichte. Wird Liechtenstein dabei sein?
Seit Jahren setzen sich weltweit NGOs (regierungsunabhängige Organisationen) unter Einsatz des Lebens für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ein, weil sie wissen, dass gerechte Löhne, Preise und nachhaltige Nutzung der Ressourcen unserer Erde den Frieden und gesunden Wohlstand für alle sichern würden. Vorreiter dabei sind internationale Ordensgemeinschaften, zu denen auch wir Anbeterinnen des Blutes Christi (ASC) gehören. Unsere NGO heisst VIVAT = Es lebe! Zum Glück haben NGOs auch eine Stimme in der UNO.
Fachleute wissen heute, dass die Regierungen der hungernden Völker mehr Geld auf den Banken reicher Länder horten als die gesamte Entwicklungshilfe spendet. Milleniumsziele und Friede können nicht erreicht werden, solange die Reichen diesen Regierungen Waffen liefern. Datenaustausch der Banken – hoffentlich nicht nur zugunsten der reichen Länder – sind Lichtblicke. Papst Franziskus hat auf Lampedusa und in Assisi klar zur ausgleichenden Gerechtigkeit aufgerufen und in «Freude des Evangeliums» den Weg dazu gewiesen. Wird er gehört, bevor es zu spät ist?

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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