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Leserbrief

Fragen an Thomas Zwiefelhofer

Hermy Geissmann,Matschilsstrasse 20, Triesen | 6. September 2014

Sehr geehrter Herr Zwiefelhofer,
in Ihrem Interview vom 23. Juni 2014 im «Vaterland» wurden Sie befragt, was für wirtschaftliche Auswirkungen die Annahme der Initiative über die Begrenzung der Ausländer-Aufenthalte in der Schweiz für Liechtenstein habe. Unter anderem bemerkten Sie, dass die hiesige Wirtschaft vermehrt inländische und über 50-jährige Stellensuchende berücksichtigen sollte. Wobei auch bei uns etliche ältere Stellensuchende bereits ausgesteuert wurden und in den Arbeitslosen-Statistiken nicht mehr aufgelistet werden. Dies sind mehrheitlich qualifizierte Arbeitskräfte, die zwangsläufig früher oder später das liechtensteinische Sozialsystem belasten.
Erschreckend ist, dass schon über 40-Jährige Mühe haben, eine passende Anstellung zu finden. Die freien Stellen werden vermehrt an ausländische Arbeitskräfte vergeben, die zusätzlich unsere Verkehrs-Infrastruktur belasten.
Nun war meine Frage, ob auch das Land Liechtenstein und die Gemeinden als Arbeitgeber in Zukunft bei der Stellenvergabe vermehrt inländische Arbeitsuchende über 50 berücksichtigen werden? Nachdem ich auf meine Anfrage in Ihrem Sekretariat keine Antwort erhielt, habe ich am 20. Juli einen Leserbrief geschrieben. Bis heute, mehr als einen Monat später, habe ich leider wiederum keine Reaktion Ihrerseits erhalten.
Dies wirft eine weitere Frage auf: Sind Stimmbürger/-innen nur im Vorfeld der Wahlen interessant?
Das las ich eben im Sapperlot vom 25. August, sodass sich die Frage aufdrängt, wovor sich die Leute eigentlich fürchten, öffentlich Ihre Meinung zu äussern. Oder ist es eher so, wie Romana Banzer im Sapperlot schreibt, dass man sich einfach denkt, dass «alls zemma nüt nötzt»?
Für 25 von 2 000 000 syrischen Flüchtlingen stellt die Regierung 800 000 Franken bereit. Haben die zuständigen PolitikerInnen bei der Budgetierung dieses Betrages Überlegungen angestellt, ob diese Summe nicht lösungsorientierter und für mehr Betroffene in den Flüchlingslagern vor Ort hätte eingesetzt werden können? Ist es nicht primär unsere Aufgabe, die dem Gemetzel entronnenen christlichen Minderheiten in den verschiedenen Lagern zu helfen?
Sehr geehrter Herr Zwiefelhofer, für die Beantwortung dieser Fragen bin ich Ihnen wirklich ausgesprochen dankbar.

Hermy Geissmann,
Matschilsstrasse 20, Triesen

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