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Leserbrief

Die Schöpfung

Karin Jenny, Römerstr. 9, Nendeln | 3. September 2014

«Damit das Weiterleben in geordneten Verhältnissen bestehen kann, bildeten sich Gemeinschaften zwischen diesen, die dann durch die Eheschliessung bestätigt werden ...» Herr Gassner, glauben Sie ernsthaft an das, was Sie schreiben? Und glauben Sie wirklich, dass diese geordneten Verhältnisse gestört würden, wenn Homosexuelle Kinder adoptieren dürfen? Ich weiss nicht, wo Sie leben, aber in der Welt, in der ich lebe, schaut es mit den «geordneten Verhältnissen» gar nicht so geordnet aus. Die Hälfte aller Ehen wird geschieden; Gewalt findet vor allem in Familien statt; Väter, die wirklich Zeit investieren, sind kaum wahrnehmbar. Weitere Fakten Ihrer so geordneten Verhältnisse: 1. Alle homosexuellen Menschen kommen aus heterosexuellen Familien. Wollen Sie denen nun das Kinderkriegen verbieten? 2. Liebe und Fürsorge sind geschlechtsneutral, d. h., sowohl zwei Väter als auch zwei Mütter können ein Kind liebevoll begleiten. 3. Was ist mit den vielen Kindern alleinerziehender Mütter, deren Väter durch Abwesenheit glänzen?
Herr Gassner, nur weil Sie sich ständig wiederholen, ist das, was Sie glauben, nicht wahrer. Im Gegenteil, Sie schüren Vorurteile, zementieren Diskriminierungen und halten sich wohl für päpstlicher, als es der Papst ist. Es wäre schön, wenn Sie sich einmal jene Stellen in der von Ihnen so geliebten Bibel zu Herzen nehmen würden, die da von Nächstenliebe, Toleranz und Verständnis erzählen. Tja, das gibt es Gott sei Dank auch. Vielleicht wartet da ja ein neues Lesevergnügen auf Sie. Ich würde mich darüber freuen.

Karin Jenny, Römerstr. 9, Nendeln

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