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Leserbrief

Aufruf zur Hilfe

Franz Näscher, Pfr. i. R.,Kirchagässle 14, Bendern | 16. August 2014

Wegen des seit 2011 in Syrien wütenden Bürgerkrieges sind neun Millionen Menschen in die Nachbarländer geflohen oder innerhalb ihres Landes vertrieben worden. Die meisten Flüchtlinge haben der Libanon und die Türkei aufgenommen. Es ist das weltweit grösste Flüchtlingselend seit zwanzig Jahren.
Nun kommt dazu seit ein paar Wochen das unvorstellbar gewalttätige Vorgehen der islamistischen Terrormiliz in dem rücksichtslos errichteten Kalifat in Syrien und im Nord-irak mit ihrem brutalen Vorgehen vor allem gegen Andersgläubige wie Schiiten, Jesiden und Christen. Auch hier sind mehr als 200 000 Menschen auf der Flucht, ungefähr so viele, wie unser Land Einwohner hat, eingekesselt auf einem Berg. Bereits Tausende sind ermordet und entführt worden oder an Hunger gestorben. Namhafte Politiker sprechen von einem drohenden Völkermord. Tagtäglich werden wir in den Nachrichten mit entsetzlichen Bildern über die unvorstellbare Flüchtlingstragödie in Syrien und im Nordirak informiert.
Die Schweizer Bischöfe haben über die Medien schon wiederholt, erneut am vergangenen Dienstag, zur Hilfe aufgerufen, «sei es mit dem Gebet, sei es mit Gaben an Hilfswerke, sei es mit der Aufnahme von Flüchtlingen oder mit staatlichen Interventionen». Sie wenden sich an die Politik, die humanitäre Hilfe stark zu erhöhen und vermehrt Flüchtlinge aufzunehmen. Vor einem Monat schlugen sie dem Schweizer Bund «eine Erhöhung von 30 Millionen auf 100 Millionen Franken» vor und «in den nächsten drei Jahren insgesamt 5000 Kontingentflüchtlinge aufzunehmen, vor allem Frauen, Kinder sowie Behinderte und ältere Menschen».
Dieser Aufruf hat auch für unser wohlhabendes Land seine Bedeutung, denn es geht dabei um das christliche Grundanliegen, Menschen in Not nicht im Stich zu lassen. Die christliche Sorge gilt allen Menschen in Not, gleich welchen Bekenntnisses; Menschen, deren Leib und Leben bedroht ist, muss unsere vordringliche Hilfe und Aufmerksamkeit zukommen.
Unser Hilfswerk Caritas Liechtenstein nimmt sicher gerne Spenden (LLB Konto-Nr.: 203.357.07; Vermerk: Syrien/Nordirak) entgegen und leitet sie weiter. Vergelt’s Gott allen, die helfen!

Franz Näscher, Pfr. i. R.,
Kirchagässle 14, Bendern

Glaube

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