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Leserbrief

Mehr Eigen- verantwortung

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 17. Juli 2014

«Gesund ist, der nicht oder noch nicht gründlich untersucht wurde», besagt ein Sprichwort. Hier meine Meinung zur Thema Eigenverantwortung.
Patienten sind zur Ware geworden. Viele Patienten werden übertherapiert. Die Prämien steigen von Jahr zu Jahr und die Zahl der chronisch Kranken und IV-Bezieher ebenfalls.

Die Ärzte müssten von den Patienten mehr in die Verantwortung genommen werden. Nicht nur der Arzt ist für unsere Gesundheit verantwortlich, sondern auch die Patienten selbst! Welche Möglichkeiten gibt es? Wichtig wäre eine vollständige Aufklärung.
Zum Beispiel mit Fragen an den behandelnden Arzt: Welche Ursachen haben meine Beschwerden? Seit Monaten werde ich untersucht, von einem Arzt zum anderen überwiesen, muss immer mehr Medikamente schlucken und ich fühle mich dennoch kränker als zuvor, warum? Welche Alternativen habe ich? Warum muss ich die Medikamente nehmen, wie lange muss ich sie nehmen und warum? Falls mit der Zeit immer mehr Medikamente genommen werden müssen, sollten bei den Betroffenen die Alarmglocken läuten. Haben Sie gewusst: Zu viel Medikamente können u. a. zur Nierenschädigung führen. Haben Sie gewusst, dass zu viele Medikamente zu chronischen Krankheiten führen? Lassen Sie Ihre Medikamente vom Arzt oder Apotheker auf Neben- und Wechselwirkung überprüfen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob es wirklich nötig ist, so viele Medikamente zu nehmen. Die WHO besagt: Die Einnahme von mehr als fünf Medikamenten pro Tag gilt als Medikamentenmissbrauch. Ist Ihr Arzt nicht bereit oder verharmlost er die Medikation (das müssen Sie einfach nehmen)? Suchen Sie sich einen anderen Arzt.
Holen Sie vor jeder Operation von einem unabhängigen Arzt eine Zweitmeinung ein. Jede Operation ist mit Risiken verbunden, lassen Sie sich diese Risiken genau erklären. Schreiben Sie das Besprochene auf, geben Sie eine Kopie Ihrem Arzt oder nehmen Sie eine vertraute Person mit. Geht nämlich eine Operation schief, wird der Arzt nicht dafür geradestehen. Die Beweislast liegt bei den Patienten, nicht beim Arzt. Lassen Sie nicht zu, dass Ihnen der Arzt Angst einjagt. Es braucht Mut, bohrende Fragen zu stellen, aber es geht um unsere Gesundheit und im Endeffekt auch um die Senkung der steigenden Gesundheitskosten!

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

Flüchtlingspolitik

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