Leserbrief

Ein erster Schritt, auf den weitere folgen müssen

Donat P. Marxer, Präsident des Liechtensteinischen Krankenkassenverbandes | 4. Juli 2014

Der starke Anstieg der Kosten in der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung bereitet dem LKV grosse Sorgen. Wir fordern nach wie vor von allen Leistungserbringern weitere flankierende Massnahmen, damit die Prämienaufschläge einigermassen sozialverträglich ausgestaltet werden können. Vor diesem Hintergrund begrüssen die Krankenkassen natürlich die von der Ärztekammer beschlossenen Tarifsenkungen. Wir sehen darin aber nur einen ersten Schritt, auf den weitere folgen müssen.
Nach einer Steigerung der OKP-Kosten um 14,2 Prozent im vergangenen Jahr weist auch die aktuellste Datenpool-Auswertung des Krankenkassenverbands für den Zeitraum Juni 2013-Mai 2014 noch immer ein starkes Kostenwachstum von 13,4 Prozent aus. Es besteht dringender Handlungsbedarf, damit wir die explodierenden Kosten möglichst rasch in den Griff bekommen. Die Kosteneinsparungen bei den ambulanten Leistungserbringern durch die nun beschlossenen Sofortmassnahmen sowie die bereits erfolgte Senkung des Labortarifs durch die Regierung sind erste Schritte in die richtige Richtung. Aber diese Massnahmen genügen bei Weitem nicht, um für die Prämienzahler eine spürbare Entlastung herbeizuführen. Nach einem starken Prämienanstieg 2014 wird ohne weitergehende Massnahmen auch für 2015 eine massive Prämienerhöhung ins Haus stehen. Allein die vom Landtag beschlossene Kürzung des Staatsbeitrags um weitere 9 Millionen Franken ab dem kommenden Jahr lässt die Prämien deutlich ansteigen.

Donat P. Marxer, Präsident des Liechtensteinischen Krankenkassenverbandes

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