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Leserbrief

Aber, aber, Herr Doktor Peter Schoeck

Jo SchädlerBadäl 134, Gamprin | 30. Juni 2014

Doktor Schoeck legt in seiner illustren Auslegung: «CO2 und das Klima» Erstaunliches vor und erklärt zu Beginn seiner Odyssee durch die erdumhüllende Gasglocke aus Sauerstoff, Methan, Wasserdampf, Fluorkohlenwasserstoffe etc; dass das sagenumwobene CO2 nur einen Bruchteil der uns bedrohenden Gefahr ausmacht, aber dass wir ohne es längst erfroren wären. Denn ohne CO2 wäre die Erdtemperatur nämlich 33 Grad unter null. Weiter erwähnt Herr Schoeck, dass die Berechnungen der zu erwartenden Temperaturerhöhungen durch die Treibhausgase weit auseinander gehen. Staub in der Luft und frei werdendes Methan würden unter anderem zu unberechenbaren, aber treuen Kameraden der Klimawissenschaftler werden. Zu seinen umspannenden Theorien, die durchaus einen eventuellen Wahrheitsgehalt beheimaten mögen, setzt er uns noch eine Grafik vor die Nase, welche den Zusammenhang von CO2 und der Erdtemperatur beweisen soll. Saublöderweise zeigt auch seine Grafik konträr seiner eigenen Behauptung, dass der CO2-Gehalt immer erst nach der Veränderung der globalen Temperatur gestiegen oder gesunken ist. Sie hindert ihn aber nicht darzulegen, dass in den letzten 130 Jahren die globale Temperatur «infolge» der höheren CO2-Gehaltes um 0,8 Grad angestiegen sein soll. Aber gut, so kleine menschengemachte Fehler können sich halt eben einschleichen, sind sie doch ein geeignetes Mittel, jeden an den Pranger zu stellen, der den Zusammenhang zwischen CO2 und Klimaänderung anzweifelt. Weiter meint Schöck, dass die Antarktis derzeit ja gar nicht schmilzt. Dass sich Arktis und Antarktis im Gefrier- und Auftaueffekt genau abwechseln, erwähnt er nicht. Wir wissen heute, dass sich zum Beispiel die Alpengletscher schon seit nunmehr 180 Jahren zurückbilden. Also schon sehr lange, bevor die Indus-trialisierung einsetzte. Wir wissen auch, dass sich die globale Temperatur immer erst nach dem Anstieg vom CO2-Gehalt erhöht und nicht umgekehrt, wie man uns unentwegt weismachen will. Locker vom Hocker schrieb Peter von dem 4000 Meter dicken Eispanzer der Antarktis. Gut, dort ist die dickste, auch nur an einer einzigen Stelle gemessene Eisschicht aber nur 3864 Meter. Die durchschnittliche Dicke der gesamten Eisschicht liegt sehr weit darunter. Aber warum sich um den Durchschnitt kümmern, wo doch das Extreme so viel mehr geeignet ist, Stimmung zu machen? Jeannine Luczak meint dazu: Früher war die Naturwissenschaft ein Mittel zur Abwendung von Naturkatastrophen. Heute zur Anwendung.


Jo Schädler
Badäl 134, Gamprin

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