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Leserbrief

Auch das gibt es!

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 28. Juni 2014

Aus den missionarischen Afrika-Nachrichten erfuhr ich eine Tatsache, die mich an Grimms Märchen erinnert hat. Cephas Banzah, der rechtmässige König von Ghana, arbeitet in Deutschland als Mechanikermeister. Sein Grossvater hatte als König gewünscht, dass einer seiner Enkel in Deutschland arbeite. Cephas gehorchte, lernte und arbeitete fleis-sig und gründete in der Pfalz sein eigenes sehr erfolgreiches Unternehmen. Jetzt führt er als König ein Doppelleben: Seitdem er König von Ghana geworden ist, führt er sein blühendes Geschäft weiter und regiert sein Land durch E-Mail und Skype. Achtmal im Jahr fliegt er «heim», um nach dem Rechten zu sehen, und in der Zwischenzeit füllt er Container mit Nähmaschinen, Velos und anderen nützlichen Dingen und sendet sie auf dem Wasserweg «heim», um das Leben seines Volkes zu verbessern.
Auch das gibt es also bei Afrikanern, die viele Reiche für faul halten, weil sie lieber die Trommel schlagen und tanzen, statt zu arbeiten.
Wenn König Cephas sein Geschäft in Deutschland in fremde Hände gibt, will er «ganztägig spiritueller König seines Volkes sein».
Mich lässt er an unseren Papst Franziskus denken, der als Erzbischof und Kardinal von Buenos Aires seine Residenz den Obdachlosen überliess, eine Einzimmerwohnung bezog, sein eigener Koch war und mit dem Bus zur Arbeit fuhr …

Allen erholsame Ferien!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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