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Leserbrief

Die Seele vergisst gar nichts!

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 21. Juni 2014

Am Sonntagnachmittag wollte ich mich an die Predigt in der Eucharistiefeier erinnern. Ohne Erfolg! Da kam mir die lustige weise Geschichte in den Sinn, die ich vor vielen Jahren gehört oder gelesen habe:
Eine alte Frau begegnete am Mittwoch dem Herrn Pfarrer und dankte ihm begeistert für seine wunderbare Sonntagspredigt. «Was habe ich denn gesagt?» – «Das weiss ich nicht mehr.» – «Was nützt es dann, dass ich schön gepredigt habe?» – «Oh, doch, Herr Pfarrer! Mit der Vergesslichkeit ist es so wie mit dem schmutzigen Korb im fliessendem Wasser. Wenn ich Kartoffeln aufgelesen habe, ist der Korb schmutzig. Wenn ich ihn dann eine Weile in fliessendes Wasser halte, bleibt zwar kein Wasser darin, aber der Korb ist wieder sauber.»
Das ist das Schicksal und die Weisheit des Alters, gilt aber immer und überall. Schon das Kind im Mutterschoss hört, was die Eltern sprechen oder hören. Lukas erzählt uns davon in seiner Frohen Botschaft vom Besuch der schwangeren Maria bei ihrer Base Elisabeth: «Als ich deine Stimme hörte, hüpfte das Kind in meinem Leibe (...)». Und Maria antwortete darauf mit ihrem wunderbaren Magnifikat. Das gilt natürlich auch für uns alle: Was wir lesen, denken, sprechen im TV sehen und hören, prägt uns und unsere Umgebung immer positiv oder negativ. Das sollte uns erschrecken, es kann uns aber auch ermutigen zu positivem Denken, Reden und Tun.
Allen, die Maria, Elisabeth oder Johannes heissen, alles Gute zum Namenstag am 24. Juni!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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