Leserbrief

Armutszeugnis für die Regierung

Nikolaus Frick,Rüfestrasse 5, Vaduz | 16. Juni 2014

Die Regierung konnte mit massivem Aufwand verhindern, dass «Win-Win 50» eine Mehrheit erhielt. Aber mit welchen Mitteln und zu welchem Preis? Über 3000 Stimmberechtigte in Liechtenstein sind in der PVS versichert oder beziehen eine PVS-Rente. Wir müssen leider davon ausgehen, dass der grösste Teil von ihnen samt Lebenspartner aus Eigennutz Nein gestimmt haben. Dazu noch die Stimmen von den eigenen, erwachsenen Kindern. Das heisst, die 6721 Neinstimmen standen dem Nein-Lager schon von vornherein zur Verfügung. Es ist ein Armutszeugnis für die Regierung, ausserhalb ihrer Kernklientel der PVS-Versicherten ein derart schlechtes Ergebnis eingefahren zu haben. Nicht mal die massive, teure und allumfassende Propagandalawine, welche die Politik auf Kosten des Steuerzahlers lostrat, die mit Repressionen und Drohungen arbeitete, verfing.
Es gibt eine Tatsache, die mich angesichts des Abstimmungsausgangs besonders nachdenklich stimmt: Es ist offenbar so, dass unser Staatsapparat derart gross ist, dass er nicht nur verwaltungsintern sehr machtvoll ist, sondern sogar an der Urne die für ihn vorteilhaftesten Gesetze durchdrücken kann. Mir bleibt nurmehr übrig, mich bei allen Stimmberechtigten und allen Bewohnern Liechtensteins zu bedanken, welche sich für die bessere Lösung eingesetzt haben. Danke für euren Einsatz! Danke für eure Unterstützung!

Nikolaus Frick,
Rüfestrasse 5, Vaduz

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