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Leserbrief

Schutz des Lebens?

Max Heidegger,Unterfeld 28, Triesen | 14. Juni 2014

Einmal mehr gingen die Wortmeldungen im Landtag in der Abtreibungsfrage kreuz und quer, schade, dass es immer wieder Abgeordnete gibt, die das Statement anbringen: «Der Erbprinz sagte ...» und dann glauben, ihren Betrag zu diesem schwierigen Thema geleistet zu haben; man stelle sich die Wortmeldungen dieser «Freunde» unseres Fürstenhauses vor, wenn Durchlaucht Erbprinz ein Gesetz sanktionieren würde, das Kindermord straffrei stellt, obwohl es auch mit unserer Verfassung unvereinbar wäre.
Dass sich unser Erbprinz nicht zum Richter über Leben und Tod machen möchte, ist doch mehr als nachvollziehbar; ist es nicht doch auch unsere Aufgabe, für das Recht auf Leben in jeder Situation einzustehen?
Gemäss Aussagen im Landtag werden bei uns jährlich 50 Kinder ermordet, meines Erachtens ist diese Zahl – um dem Zweck zu dienen – hoch, doch auch fünf Kinder, denen das Recht auf ihr Leben verweigert würde, sind fünf Kinder zuviel. Frau Abgeordnete Helen Bargetze sprach von der Verantwortung der Frau, die im Ausland abtreiben lässt; wäre es nicht auch ein Zugeständnis an die Verantwortung, zu verhüten, wo doch bei uns von Emanzipation soviel gesprochen wird.
Fakt ist doch ganz einfach, ob es Abtreibung oder Fristenlösung genannt wird, dass es hier darum geht, einem Menschen das Recht auf sein eigenes Leben zu verweigern. Lobenswert ist das Statement von Herrn Zwiefelhofer: «Aber ich bin ein Demokrat und akzeptiere unsere Verfassungsordnung …»! Er sagte auch, dass es bei der sog. straffreien Abtreibung um ein Gesetz ginge, das gar nicht anwendbar ist.
Persönlich finde ich es bedauerlich, dass es unsere vier Frauen im Landtag und die Mehrheit der Abgeordneten nicht schaffen, Vorschläge zu erarbeiten, die kompromisslos dem Lebensrecht des Kindes und der Hilfe für die Mutter dienen. Nur von einem Straffrei-Gesetz reden, ist sicherlich nicht richtig – wäre dieselbe Zeit nicht besser angewandt, wenn man vom Lebensschutz und von Lösungen reden würde, die der Frau ermöglichen, Leben zu erhalten?
Der ehem. Schweizer Bundesrat Roger Bonvin sagte: «Niemand kann eine kriminelle Handlung entkriminalisieren!»

Max Heidegger,
Unterfeld 28, Triesen

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