Leserbrief

«Gegen, nicht für die Bürger»

Roland Marxer,Oberstädtle 30, Nendeln | 14. Juni 2014

An die Bürgergenossenschaft der Gemeinde Eschen:

Die Bürgergenossenschaft der Gemeinde Eschen ist gegen und nicht für die Bürger. Sie ist weder kompromiss-, noch gesprächsbereit. Ich, Roland Marxer, hätte meinem Enkel gern ein Grundstück von 70 Klaf- ter für den Neubau eines Einfamilienhauses in der nordöstlichen Seite in der Giselabündt in Nendeln zur Verfügung gestellt. Da fehlten mir ca. 50 Klafter Grundstück. Ich ersuchte die Bürgergenossenschaft, mir von der Giselabündt diese 50 Klafter im Baurecht abzutreten.
Nach einem dreijährigen Hin-und-Her mit der Bürgergenossenschaft sowie mit der Gemeinde Eschen war es leider – wahrscheinlich aus lauter Sturheit der Bürgergenossenschaft Eschen – nicht möglich, die 50 Klafter zu bekommen. Die Bürgergenossenschaft wolle dort nur ein Mehrfamilienhaus erstellen und somit Neubewohner in die Siedlung hineinpferchen. Und das kann nicht der Wunsch des einzelnen Bürgers sein. Die Bürgergenossenschaft sollte für den Bürger da sein und nicht gegen den Bürger arbeiten. Ich kann allen Interessierten die Schreiben der Bürgergenossenschaft vorlegen – alle mit negativem Bescheid. Und das alles wegen 50 Klafter Boden, die die Bürgergenossenschaft einem Bürger der Gemeinde Eschen verwehrt.
Das Sprachrohr der Bürgergenossenschaft, Paul Ott aus Nendeln, hat mir erklärt, dass die Grenze zum Waldabstand zur Bebauung eines Einfamilienhauses nicht möglich wäre. Ich muss Herrn Paul Ott fragen, ob die Bürgergenossenschaft mit Grenzabständen auch etwas zu tun hat? Nach meinem Wissen ist dafür das Baubüro der Gemeinde Eschen zuständig und nicht die Bürgergenossenschaft. Zudem wären die Grenzabstände von mir schon geregelt gewesen – nur zur Orientierung. Im Weiteren möchte ich Paul Ott fragen, ob er gern in ein Mehrfamilienhaus ziehen würde? Wenn ja, dann könnte er doch sein Haus verkaufen und in ein Mehrfamilienhaus ziehen. Für ein Einfamilienhaus gäbe es Käufer genug.
Bürger, seid alle wachsam und lasst euch von der Bürgergenossenschaftsversammlung am 16. Juni in der Primarschule Eschen nicht nochmals eine Zwangsjacke bei der Abstimmung überziehen. Die Bürger sind sonst schon bevormundet genug. Es geht in anderen Gemeinden Liechtensteins auch ohne Bürgergenossenschaft – und das zur vollsten Zufriedenheit der Bürger. Die Ausgaben der Gemeinde Eschen könnten dabei auch gespart werden.
Ich fordere die Bürger auf, am 16. Juni gegen die Bürgergenossenschaft bzw. für die Aufhebung der Bürgergenossenschaft zu stimmen. Die Bürgergenossenschaft ist damals nur wegen der EU gegründet worden: Die Gemeinde muss keinen Boden an einen EU-Bürger abgeben, da bei der Gemeinde durch die Bürgergenossenschaft kein Boden mehr vorhanden ist.

Ich habe hier meine persönliche Meinung zum Ausdruck gebracht. Mit freundlichen Grüssen an alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Eschen,

Roland Marxer,
Oberstädtle 30, Nendeln

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