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Leserbrief

Leserbrief des Landesfürsten

Hans-Adam II.Fürst von Liechtenstein | 13. Juni 2014

Am 10. Juni im «Volksblatt» und am 11. Juni im «Vaterland» wurde ein Leserbrief der Jungen Freien Liste publiziert mit der Überschrift «Rechte im Stadtpalais – Liechtenstein und die Bekämpfer der satanischen Schwulenlobby». Die Junge Freie Liste empört sich, dass sich die sogenannte «Rechte» bei uns im Stadtpalais getroffen hat. Soweit mir bekannt, wurde eine Anfrage bei unserer Verwaltung in Wien dahingehend beantwortet, dass die Räumlichkeiten in unserem Stadtpalais von einer Agentur gemietet wurden, und wir keinen Einfluss auf die Gästeliste haben.
Es stellt sich schon die Frage, ob sich die Junge Freie Liste auch beklagt hätte, wenn sich nicht die «Rechte», sondern die «Linke» im Stadtpalais getroffen hätte. Wie man der Gästeliste des «Tagesanzeigers» entnehmen kann, haben sich im Stadtpalais Abgeordnete getroffen, die in freien Wahlen in ihre Parlamente gewählt wurden. Abgesehen davon, dass es unserer Liegenschaftsverwaltung schon aus technischen Gründen nicht möglich ist, die Gästeliste bei so einem Empfang auf ihre politische Einstellung zu überprüfen, wäre dies auch eine unzulässige Einmischung in die Innenpolitik eines befreundeten Nachbarstaates.
Mit freundlichen Grüssen

Hans-Adam II.
Fürst von Liechtenstein

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