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Leserbrief

Pfingsten – Geist ist Feuer

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 7. Juni 2014

Schon vor 160 Jahren stellte der Theologe und Mystiker Sören Kierkegaard die Christen zur Rede: «Ihr regelt das Feuer Jesu ... auf Zimmertemperatur ... redet folgenlos über Liebe und Licht ...»
Am ersten Pfingstfest war es ganz anders: 3000 liessen sich nach der «beGEISTerten» Predigt des Petrus taufen. Das gilt heute vielleicht für viele Christen in Afrika, Asien, wo sie blutig verfolgt werden und ihre Zahl trotzdem – oder gerade deswegen – rascher wächst als die Bevölkerung. Wir in Europa müssen eher ganz neu lernen, die Asche von der Glut des Glaubens kräftig wegzublasen, wie Abt Werlen uns 2012 aufrief.
Erinnern Sie sich vielleicht an die Strassenumfrage des «Tagesanzeigers» im Jahr 2010? Über 80 Prozent der befragten Schweizer/-innen hatten keine Ahnung, was man an Pfingsten feiert, aber alle freuten sich über den freien Montag!
Wir Christen feiern Pfingsten 7 x 7 Tage nach Ostern, dem Fest der Auferstehung Christi. Das Fest hat jüdische Wurzeln. 50 Tage nach Pascha, dem Frühlingsfest, feierten sie den Erntedank und den Bundesschluss am Sinai. Wir Christen feiern im Ostertriduum am Karfreitag die Erlösung durch den Kreuzestod Christi, am Sonntag seine Auferstehung, 40 Tage danach seine Himmelfahrt und an Pfingsten die Herabkunft des Heiligen Geistes in Form von Sturm und Feuerzungen.
Sören K. ist deswegen überzeugt: «Geist ist Feuer, das Christentum ist Brandstiftung.» Der neue Bischof von Rom zündet! Lassen wir uns entflammen, an einer gerechteren und ehrlicheren Welt zu bauen!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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