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Leserbrief

Zur bevorstehenden Diskussion im Landtag – Teil 2

Gerhard Müller, Duxgass 26, Schaan | 2. Juni 2014

Nach den Erläuterungen zu CO2 aus dem Referat von René Estermann von myclimate in der Samstag-Zeitung möchte ich heute einige Punkte aus dem Beispiel von der Stadt Schaffhausen wiedergeben.
Lokale Auswirkungen der Klimaerwärmung, so lautete das Referat von Dr. Urs Capaul. Er hat aufgezeigt, dass der Klimawandel bereits in Schaffhausen angekommen ist. Über die letzten 100 Jahre wurde die Niederschlagsmenge, deren Intensität und die Temperaturen von Luft und Wasser gemessen. Es wurde festgestellt, dass die Niederschlagsmengen im Sommer rückläufig sind, im Winter die Anzahl der intensiven Niederschläge jedoch zugenommen hat. Durch die vermehrte Sonneneinstrahlung und die geringere Niederschlagsmenge im Sommer werden sich in Schaffhausen die Temperaturen an Gebäuden, auf Plätzen und im Flusswasser Jahr für Jahr mehr aufheizen. Temperaturerwärmung, weniger Niederschlag, grössere Verdunstung bedeuten sinkende Wasserstände in Flüssen und Bächen, erhöhter Wasserbedarf für Trinken, Bewässerung und Kühlung. Dies führt auch zu einer Zunahme der gesundheitlichen Belastung der Bevölkerung sowie längerfristigem Verlust an Lebensraum für viele Wasserlebewesen. Die Klimaänderung heize auch in der Schweiz den Konflikt um Wasser an.
Aufgrund dieser Fakten hat sich die Stadt Schaffhausen ein Konzept erarbeitet mit dem Leitsatz: Genug für ein gutes Leben! Damit will die Stadt Schaffhausen die Absenkung des CO2-Ausstosses, die Reduktion des Energieverbrauches und die Ablösung von fossilen Energieträgern erreichen. Die Umsetzung dieser Ziele erfolgt nebst bekannten Massnahmen wie z. B. Förderung von Wärmedämmung, Photovoltaik, Umstieg auf öV, auch durch innovative Massnahmen, z. B. 2000-Watt-Areal-Überbauungen, teilen statt besitzen, Förderung autofreies Wohnen, Energieautarkie in der Bodenseeregion, Begrünung und Entsiegelung von grösseren Parkplätzen durch Bau von Parkhäusern, Wahl von hellen anstatt dunklen Farben bei Strassen und Plätzen und Abfluss von Kaltluftzonen in warme Zonen.
Mir hat dieses Referat einen weiteren Motivationsschub gegeben, an der Vision eines lokalen liechtensteinischen Konzeptes zum Klimaschutz und zur Energiewende festzuhalten. Können wir aus bereits erfolgreich umgesetzten Konzepten lernen? Fortsetzung folgt.

Gerhard Müller,
Duxgass 26, Schaan

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