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Leserbrief

Zur bevorstehenden Diskussion im Landtag

Gerhard Müller,Duxgass 26, Schaan | 31. Mai 2014

Da lese ich in der Tageszeitung über das Thema der Aktuellen Stunde und deren Fragestellungen. Vor zwei Wochen ging ich mit ähnlichen Fragen an den zweiten Energiekonzept-Kongress nach St. Gallen. Nachstehend einige Inputs aus den interessanten Referaten.
Klimawandel global, national, lokal: René Estermann von myclimate erklärt, dass CO2 ein für Mensch, Tier und Natur lebenswichtiges Gas ist. Einerseits für die Photosynthese (Wachstum von Pflanzen) und andererseits erhöht es zusammen mit anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche von –18 Grad auf +15 Grad. Die CO2-Konzentration unterlag in den letzten 10 000 Jahren stets Schwankungen. Sie lag jedoch immer unterhalb von 280ppm. Die Bilanz des CO2-Kreislaufes war somit in dieser Zeit ausgeglichen. Mit Beginn der Industrialisierung stieg der CO2-Anteil in der Atmosphäre stetig an bis auf derzeit 400ppm. Erstaunt war ich zu hören, dass jährlich circa 590 Gigatonnen CO2 produziert werden. 550 Gigatonnen aus natürlichen Quellen, die etwa durch die Photosynthese wieder neutralisiert werden, also erneuerbar sind. Der Rest von circa 40 Gigatonnen wird von Menschen verursacht, ist nicht erneuerbar und bringt unser Klima ins Wanken. Wird das Ziel, den Anteil an nicht erneuerbarem CO2 von derzeit in Europa bei 12 to CO2 pro Person und Jahr bis 2050 auf 1 bis 2 to CO2 zu reduzieren, verfehlt, so prognostizieren die Wissenschaftler einen mittleren Temperaturanstieg zwischen 2 bis 7 Grad. Herr Estermann stellte uns eine Frage: Was wäre, wenn anstatt der Erdoberfläche unsere Körpertemperatur um 2 bis 7 Grad ansteigen würde? Wir wären krank und wir würden alles unternehmen, um wieder gesund zu werden. Und dies heute und nicht erst morgen. Wie schätzen wir als Liechtensteiner den Gesundheitszustand unseres Planeten und unserer Region Rheintal ein? Meine Ansicht ist: Wenn wir wirklich genau hinschauen, ist der Klimawandel global und regional ersichtlich. Deshalb sind lokale und globale Pläne und Actions gefordert!
Die Stadt Schaffhausen hat den Treibhauseffekt auf lokaler Ebene analysiert und entsprechende Massnahmen eingeleitet. Was und wie … Fortsetzung folgt.

Gerhard Müller,
Duxgass 26, Schaan

Glaube

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