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Leserbrief

«Win-Win» und die Schulqualität

René Steiner,Landstrasse 148, Schaan | 31. Mai 2014


Was anscheinend noch nicht alle begriffen haben: Es geht für Liechtenstein in Zukunft nicht darum, Lehrpersonen rekrutieren zu können; es geht darum, gute und sehr gute Lehrpersonen rekrutieren zu können. Dies ist für das Bildungswesen ein himmelweiter Unterschied. Auch wenn unser Staatswesen und die staatsnahen Betriebe in allen Bereichen von gutem und motiviertem Personal abhängig sind, so hat die Qualität seiner Angestellten wohl in keinem anderen Bereich der Landesverwaltung eine so starke Auswirkung auf unsere Gesellschaft wie im Schulwesen. Schon mit der Regierungsvorlage zur Sanierung der staatlichen Pensionsversicherung verliert Liechtenstein als Arbeitgeber gegenüber den Deutschschweizer Kantonen stark an Attraktivität. Die «Win-Win»-Initiativen zerstören diese aber vollends. Oder würden Sie sich gern in einer vom Neid gespaltenen Gesellschaft für ein öffentliches Amt bewerben, in dem Sie von vorn herein zum Prügelknaben und Verantwortlichen für Altlasten gemacht werden, für die Sie nichts können? Wie gesagt – Lehrpersonen für Liechtenstein wird es immer noch geben, aber wollen wir uns mit der dritten und vierten Qualität begnügen? Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger: Opfern Sie die Bildungsqualität für unsere Kinder und Kindeskinder nicht auf dem Opfertisch des Neides und werfen Sie ein doppeltes Nein zu «Win-Win» in die Urne.

René Steiner,
Landstrasse 148, Schaan

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