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Leserbrief

Herr Frick, genug ist genug!

Für «GegenWINd»: Lorenz Heeb, Quaderstrasse 7, Schaan | 30. Mai 2014

In Ihrem Abstimmungsblatt «50:50 – Genug ist genug!» und Ihrem Leserbrief vom 26. Mai belegen Sie endgültig, dass Sie keine sachlichen Argumente haben und nun ganz auf die emotionelle Neid-Schiene setzen. Sie versuchen mit allen Mitteln, die sozial schwächste Schicht der liechtensteinischen Bevölkerung auf die«Win-Win»-Seite zu ziehen (Zitat: «(…) Oder müssen wieder die Ärmsten bluten?»). Für liechtensteinische Verhältnisse haben tatsächlich zu viele mit ihren kleinen Altersrenten kein Auskommen oder ihr aktueller Lohn liegt trotz Vollzeitarbeit unter der 4000-Franken-Grenze. Sie suggerieren diesen Hilfebedürftigen, dass sie mit den Einsparungen bei Annahme der «Win-Win 50»-Initiative weiterhin angemessen unterstützt werden können. Sie bringen die Armutsgefährdung in direkten Zusammenhang mit der Sanierung der Pensionskasse. Sie, Herr Frick, erzeugen mit Ihren Folgerungen nur Neid. Extrem unfair und falsch ist, dass Sie die vom Landtag beschlossenen Sparpakete 1 und 2 mit der einmaligen Sanierung der Pensionskasse in Verbindung bringen. Mit den von Ihnen zitierten Renten und Löhnen greifen sie ein grosses Problem unserer Gesellschaft auf, ohne Lösungen aufzuzeigen. Sie leisten den betroffenen Leuten keine Hilfe. Sie machen höchstens falsche Hoffnungen! Sollte «Win-Win» angenommen werden, ist diesen Menschen kein Fingerbreit geholfen! Keine Rentenerhöhung, keine höheren Arbeitgeberbeiträge für ihre spätere Pension, keine höheren Löhne, keine höheren Mietbeihilfen, keine höheren Ergänzungsleistungen, keine höheren Prämienverbilligungen usw.! Haben sie dann vielleicht für kurze Zeit ein Sieger-Gefühl? Die Zeit ist reif, um über Niedriglöhne und höhere Arbeitgeber-Beiträge zu diskutieren, damit auch bei den unteren Lohngruppen eine bessere Altersvorsorge erreicht wird und mit weniger Sorge dem Altwerden entgegengesehen werden kann. Bei der Lösung der erwähnten Gesellschaftsprobleme ist echte Solidarität von einer breiten Bevölkerung, auch von Verwaltungsangestellten, Lehrpersonen und Angestellten angeschlossener Betriebe gefragt. Sie, Herr Frick, forcieren eine Entsolidarisierung. Deshalb zweimal ein Nein zu «Win-Win».

Für «GegenWINd»: Lorenz Heeb, Quaderstrasse 7, Schaan

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