Leserbrief

Ich misstraue «Win-Win»

Jürgen Breuss-Höfliger,Steinbündtweg 3, Tscherlach | 27. Mai 2014

Ich misstraue einer Initiative, die die Sanierungsmassnahmen zusätzlich kürzt. Ich misstraue einem Initianten, der ständig neu rechnet und bei öffentlichen Auftritten, mangels Kenntnissen der Materie, negativ auffällt. Ich misstraue dem Vergleich komplexer Sachverhalte mit Äpfeln. Ich misstraue sogenannten sachlichen Argumenten, die die Ausdrücke «Luxusrenten», «IG Pfründe sichern» und «Grossverdiener» enthalten. Ich misstraue einer Initiative, die vermeintlich von mehreren Personen verfasst wurde, die aber am Ende nur Nikolaus Frick als Verantwortlichen dastehen lässt. Ich misstraue einer Kampagne, die populistisches Stammtischgerede befeuert. Ich misstraue Argumenten, die zusammenhangslos daherkommen, ohne einen Beleg. Ich misstraue, weil der Staat Liechtenstein als Arbeitsgeber unattraktiv wird. Ich misstraue einer Initiative, mit dem zynischen Titel «Win-Win», wenn es trotzdem Verlierer gibt. Ich misstraue nicht nur als Staatsangestellter, sondern auch als Liechtensteiner und Steuerzahler. Ich vertraue dem aufgeklärten Volk und der fürstlichen Regierung und sage deshalb: «Win-Win»? Zwei Mal nein!

Jürgen Breuss-Höfliger,
Steinbündtweg 3, Tscherlach

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