Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

PVS – FMA

Hans Büchel,Oberfeld 76, Triesen | 24. Mai 2014

Gemäss Medienberichten hat sich der Versicherungsexperte um lapidare 35 Prozent verrechnet. Das Pensionsvermögen wurde auf Grund des stetig wachsenden Lochs in Casino-Manier mit höheren Risiken angelegt. Seit 2009 übt die FMA die Aufsicht über die PVS aus und offenbar unbemerkt hat sich die Deckungslücke während dieser Periode um ca. 100 Prozent oder 140 Millionen Franken erhöht, dies in einer Sanierungsphase. Ich kann mich nicht erinnern, dass die FMA, Regierung etc. – ausser Josef Sele mit seiner Unterschriftensammlung – je in den Medien den Steuerzahler auf das Loch von 300 Millionen Franken aufmerksam gemacht hat. Nun scheint die FMA den Maulkorb der Regierung abgelegt zu haben und schürt jetzt Ängste wegen ca. 0,3 Prozent, die zusätzlich für den Darlehenszins erwirtschaftet werden müssen. Ich frage mich deshalb, auf was für wackeligen Beinen diese neue Sanierung aufgebaut ist. Erwähnenswert ist auch, sollte es bei der PVS um 5 Prozent bergab gehen, werden die ersten 25 Millionen Franken des Darlehens verschenkt, geht es hingegen um 15 Prozent bergauf (nicht 5 Prozent), dann müsste die PVS einen Teil zurückzahlen. Die Regierung und die FMA warnen vor der Wirtschaftslage und den Zinsaussichten, also wann glauben sie, wird dieser Glücksfall je einmal eintreten, dass das Darlehen zurückbezahlt wird. Der blanke Hohn ist allerdings, sich gegenüber dem Volk mit einer Weiss-Wasch-Strategie, wie sie auch die Regierung anwendet, reinzuwaschen und sich in den Medien als Retter mit Lösungen darzustellen und auf der anderen Seite noch die Unabhängigkeit hervorzuheben, obwohl die FMA als einziges Unternehmen sich selbst beaufsichtigt, was sie jedem anderen Unternehmen in der Privatwirtschaft aufs Strikteste untersagt. Anstatt Verantwortung für das Debakel – immerhin ca. 1/3 der gesamten Staatsausgaben – zu übernehmen, wird N. Frick mit seinen vorbildlichen Bemühungen angegriffen, um von der eigenen Schuld abzulenken. Seitens der Regierung ist es verantwortungslos, all die Akteure zu schützen, die dieses unsagbare Debakel (grob)fahrlässig verursacht haben, aber wer pinkelt sich schon gern ans eigene Bein.

Hans Büchel,
Oberfeld 76, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung