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Leserbrief

Auf allerhöchstem Niveau!

Nikolaus Frick,Rüfestrasse 5, Vaduz | 23. Mai 2014

Mit «Win-Win 50» bekommen die Versicherten fast auf den Franken gleich viel Rente wie mit der Regierungsvorlage. Für diese Aussage prügelt nun der Regierungschef mit seiner ganzen Propagandamaschinerie und den angeheuerten Leserbriefschreibern auf mich ein.
Jetzt wollen wir mal die Fakten anschauen. Einem Versicherten der PVS mit Jahrgang 1951 und einem Nettolohn von 5000 Franken müssen die Steuerzahler eine harmlos klingende «Einmaleinlage» in seine Pensionskasse einbringen. Diese «Einmaleinlage» beträgt bei der Regierungsvorlage satte 63 000 Franken an Steuergeldern. Das ist der Betrag, den der Versicherte und sein Arbeitgeber in der Vergangenheit «vergessen» haben einzuzahlen. Dieser PVS-Versicherte kann mit der Regierungsvorlage mit einer Rente von 2720 Franken rechnen plus AHV.
Mit «Win-Win 50» müssen wir «nur» 44 000 Franken Steuergeld an «Einmaleinlage aufwenden. Dafür muss der Versicherte monatlich 40 Franken mehr an die Pensionskasse beitragen und bekommt eine um 90 Franken weniger hohe Rente.
Angesichts der Dimensionen des Pensionskassendebakels kann man guten Gewissens sagen, dass das fast auf den Franken gleich viel ist. Hier jammern die Versicherten auf allerhöchstem Niveau! Übrigens: Das sind die Zahlen der Regierung und von DU.
Ich darf daran erinnern, dass der Medianlohn in der öffentlichen Verwaltung bei über 8000 Franken liegt! Das heisst, die Hälfte aller Verwaltungsangestellten bekommt einen Lohn, der über 8000 Franken liegt – Chefbeamte bis zu 20 000 Franken monatlich. Wie hoch die «Einmaleinlagen» bei Amtsleitern und anderen Grossverdienern in der Verwaltung sind, verschweigt die Regierung lieber. Dort reden wir nämlich von mehreren Hunderttausend Franken, die wir Steuerzahler pro Versicherten einschiessen dürfen, weil diese während ihrer ganzen Karriere viel zu geringe Beiträge in die PVS einbezahlt haben.
Ist es da wirklich zu viel verlangt, dass die Versicherten in Zukunft ein klein wenig kürzer treten, um in den kommenden zehn Jahren 80 Millionen Franken beizutragen, wenn wir Steuerzahler mit «Win-Win 50» die ganzen 300 Millionen Franken aufwenden müssen, um die Scherben der Vergangenheit zusammenzukehren? Ein klares Ja auch von Seiten der PVS-Versicherten zu «Win-Win 50» wäre eine faire Geste gegenüber der Bevölkerung.

Nikolaus Frick,
Rüfestrasse 5, Vaduz

Glaube

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