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Leserbrief

Zum Leserbrief von Hans Gassner

Yvonne Ospelt, Drescheweg 4, Vaduz | 23. Mai 2014

Schüler wollen die Friedensbotschaft von Bruder Klaus in ihrer Schule und im Land verwirklichen. Sie fragten an, ob man diese Botschaft nicht in «zehn Gebote», zehn praktische Regeln aufgliedern könne. Denn sie wollen ganz konkret wissen, was im Einzelnen zu tun sei. Diese zehn Gebote sind auch für andere, wie etwa Sie, Herr Hans Gassner, nützlich.
1. Ich baue meinen Hass ab – jeden Tag ein kleines Stück. Vom Hass zur Liebe kommen. Denn Hass zerstört, Liebe baut auf.
2. Ich überwinde meine Rachsucht – jeden Tag ein kleines Stück. Von der Rachsucht zum Wohlwollen kommen. Denn Rachsucht führt in die Spirale der Gewalt.
3. Ich zügle meine innere Erregung: Ich zähle auf zehn, wenn ein böses Wort hinausrutschen will; ich ziehe mich zurück, wenn meine Hand zum Streit locker wird. Von inneren Stürmen zur inneren Ruhe kommen. Denn Stürme verwirren, Ruhe klärt.
4. Ich öffne meine Augen, dass ich das Gute im andern sehe. Der Nächste ist ein wert – voller Mensch. Er verdient meine Ehrfurcht.
5. Ich öffne meine Ohren, dass ich wahrnehme, wie der andere denkt und fühlt. Der Nächste hat seine Schau der Dinge, seine Ängste und Nöte, Begeisterungen und «Träume». Er verdient meinen Respekt.
6. Ich öffne mein Herz und schenke dem Andern Aufmerksamkeit und Zuneigung. Der Nächste sehnt sich nach herzlicher Liebe. Er verdient mein Wohlwollen.
7. Ich öffne meine Hand und stehe dem andern bei. Der Nächste ist oft hilflos. Er verdient meine Hilfe.
8. Ich denke – bei einem Streit – sobald als möglich an Versöhnung.
Ein ruhiges Gespräch am nächsten Tag (ev. mit einer Drittperson) wird uns neu zusammenführen.
9. Ich bitte Gott jeden Tag: «Schenke deinen Frieden in mein Herz!» Denn: «Gott ist der Friede.»
10. Ich bitte Gott jeden Tag: «Hilf mir heute zu einer Friedenstat.» Denn Gott weiss besser als ich, wo und wie ich «Frieden stiften» kann.
Hut ab vor diesen Jugendlichen, die sich bemühen, friedvoll und mit Respekt einander zu begegnen. Es wäre schön, wenn Ihnen dasselbe gelingen würde.

Yvonne Ospelt, Drescheweg 4, Vaduz

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