Leserbrief

Irgendeine Sau wird immer durch’s Land getrieben!

Daniel Hasler,Kohlmahd 19, Nendeln | 22. Mai 2014

Diese Aussage, welche mir in den letzten Tagen zu Ohren gekommen ist, machte mich nachdenklich. Aktuell sind es wohl die Angestellten der Landesverwaltung, welche landauf-landab getrieben und verhandelt werden. Zugegeben, die Thematik rund um die Pensionskassa ist nicht nur komplex, sondern für uns Steuerzahler leidig. Schon abendfüllend wurde über die vermeintlichen Verursacher des Debakels geredet und gern hätte man vielleicht einen von ihnen greifbar, welchen man «durch Land treiben könnte».
Bis Dienstagabend konnte ich einigen wenigen Überlegungen von «Win-Win»-Vater Nikolaus Frick noch einigermassen folgen. Nach der Veranstaltung in Eschen ist für mich aber klar, dass ich den Plänen, welche Nikolaus Frick mit seinen «Win-Win»-Initiativen verfolgt, definitiv nicht meine Zustimmung geben kann. An dieser Stelle ein Lob an Regierungschef Adrian Hasler für sein souveränes Auftreten in einer für ihn bestimmt auch nicht nur feinen Situation.
Es wurde mir klar, dass mit der Regierungsvorlage Arbeitnehmer und Arbeitgeber (also wir Steuerzahler) jeweils einen vertretbaren Beitrag leisten für eine Situation, welche weder von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung noch von uns Bürgerinnen und Bürgern verursacht wurde. Das Dilemma rund um die Pensionskassa der Landesverwaltung auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszutragen, ist unfair.
Die Annahme einer der «Win-Win»-Initiativen hat aus meiner Sicht nicht nur Folgen im Sinne eines hohen weiteren Sanierungsrisikos, sondern wird, so befürchte ich, zu einer erheblichen Verschlechterung des persönlichen Engagement bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen können. Das grösste Kapital einer Unternehmung sind die Mitarbeitenden. Dem Sorge zu tragen ist Aufgabe des Arbeitgebers.
In diesem Sinne müssen wir (als indirekte Arbeitgeber) auch zu unseren Mitarbeitenden bei der Landesverwaltung Sorge tragen: Darum ein doppeltes Nein am 15. Juni.

Daniel Hasler,
Kohlmahd 19, Nendeln

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