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Leserbrief

Kurze Nachlese

Guido Meier,Im Quäderle 16, Vaduz | 20. Mai 2014

Was unser Landtag sich hier geleistet hat, ist ein PR- und Imagedebakel ersten Ranges. Ich höre Kommentare aus der Schweiz über die reichen und ach so knickerigen Liechtensteiner.
Wenn wir nur einen Gedanken darauf verwenden, was für uns die schweizerische Wirtschaftsmetropole bedeutet, was die Schweiz und der Schweizer Franken uns in den vergangengen Jahrzehnten an Stabilität, Sicherheit, Chancen und wirtschaftlichem Wohlergehen ermöglicht und zu unserem Reichtun beigetragen haben, kann man nur den Kopf schütteln ob solcher Klammheit. Doch es ist nicht nur das Geld, was Zürich für viele von uns auf kultureller, verkehrstechnischer, bildungspolitischer Ebene bedeutet und jeden Tag bietet!
Die süffisanten Sprüche im Landtag über die Zürcher Zünfte strotzen nur so von Überheblichkeit, und unsere eigene Regierung haben wir gleich auch noch desavouiert.
Wir werden lange warten müssen, bis unser Land wieder eine offizielle Einladung an die Bahnhofstrasse bekommen wird und der vernichtete Goodwill, den wir mit unserer Teilnahme noch hätten mehren können, wird uns ein Vielfaches von dem kosten, was wir für die Erwiderung der Zürcher Gastfreundschaft hätten aufwenden müssen. Dazu braucht es keine PR-Experten, nur etwas Hausverstand und Gespür für das Menschliche.
Und die Sache ist noch nicht ausgestanden und vergessen! Nächstes Jahr in Zürich werden die fehlenden knickerigen Liechtensteiner beim Sechseläuten wieder ein Thema sein – oder peinlich verschwiegen werden, was noch schlimmer ist.
Wahrscheinlich sind wir doch zu schnell zu reich geworden, und das nicht nur dank unserer eigenen Tüchtigkeit, sondern auch dank des Wohlwollens unserer Nachbarn über dem Rhein.

Guido Meier,
Im Quäderle 16, Vaduz

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