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Leserbrief

Seriös? (Teil 1)

Hannes WillingerTäscherlochstrasse 20, Triesenberg | 20. Mai 2014

Liest man die mit Nikolaus Frick unterzeichneten Leserbriefe etc. in unseren Landeszeitungen, könnte man schon überzeugt sein, es hier mit einem auf dem Gebiet des Pensionsversicherungswesens bestens ausgewiesenen und versierten Fachmann zu tun zu haben. Sicher hat er sich in den letzten Monaten mit diesem Thema auseinandergesetzt. Kennt er aber allein deshalb alle Fakten und Lösungen, hat Patentrezepte und Antworten auf Gegenvorschläge für alles, was mit der Sanierung der maroden PVS zusammenhängt? Wie kann u. a. bei Annahme von «Win-Win 50» unter gleichzeitiger Einsparung von zig Millionen Franken die gleiche Rente wie beim Regierungsvorschlag versprochen werden? Diese Rechnung kann nie aufgehen. Eigentlich ist es verwunderlich, dass eine solche Kapazität nicht schon längst einmal in der Volksvertretung oder gar Regierung seine Fähigkeiten zum Wohl des Landes eingesetzt hat! Oder ist es vielleicht eher so, dass er oft nur Ghostwriter für seine Hintermänner und -frauen ist? Es ist absolut nicht seriös, wenn Frick sich bis heute weigert, seine engsten Mitstreiter bekannt zu geben. Sind dies etwa Leute, die zu viel zu verlieren hätten im Falle einer Publizierung ihrer Namen in diesem Zusammenhang? Unternehmer, Gewerbetreibende etc., die letztlich für ihren (geschäftlichen) Erfolg auch auf die Kaufkraft der zahlreichen Versicherten und Rentner der PVS angewiesen sind, deren Kaufkraft ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor in Liechtenstein ist? Die mit ihren Einkäufen und Arbeitsaufträgen an Handwerksbetriebe ebenso einen schönen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten? Oder sind es auch Leute aus dem Politikbereich, die um Wahl oder Wiederwahlchance bangen, sollte ihr Name in Verbindung mit den Initiativen von N. Frick gebracht werden? Jedenfalls ist so viel Geheimniskrämerei nicht Vertrauen erweckend oder seriös, zumal Herr Frick schon öfters aufgefordert wurde, die Namen seiner Leute im Hintergrund zu veröffentlichen, aber nie darauf eingegangen ist. Anstelle einer verbindlichen Antwort erwarte ich von N. Frick allerdings auch diesmal bestenfalls altbekannte Phrasen zur Ablenkung sowie Angriffe zur Verteidigung seiner eigenen Position und Fantasien, dies wie meist in seinem bekannt zynischen Stil.
Das allein ist Grund genug, «Win-Win» in jeder Form abzulehnen und für die Regierungsvorlage zu stimmen, die gerechter und ausgewogener ist als die Initiativen von N. Frick.

Hannes Willinger
Täscherlochstrasse 20, Triesenberg

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