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Leserbrief

Der Prügelknabe

Für das «GegenWINd»-Komitee:Peter Wachter, Nolla 14, Schellenberg | 8. Mai 2014

Er musste den Buckel hinhalten, wenn der Schuldige nicht greifbar oder von zu hohem Stand war. Er war von niedrigem Stand, seine einzige Aufgabe war es, sich stellvertretend verprügeln zu lassen. Schuld war er nicht, ein Exempel musste statuiert werden. Das ist lange her und war üblich im Feudalismus des 16. Jahrhunderts.
Neu entdeckt hat den Prügelknaben Nikolaus Frick. Für das Debakel der Staatlichen Pensionskasse macht er die Staatsbeamten, die es seit bald dreissig Jahren nicht mehr gibt, verantwortlich. Sie hätten die Beamtenkasse, die es auch nicht gibt, mithilfe der Beamten- und Lehrerpartei, die ebenfalls nicht existiert, geplündert. Ihretwegen würden keine Skilager mehr stattfinden – hätte er sich die Mühe gemacht mit den Verantwortlichen zu reden, könnte er das besser wissen – und sie hätten sich doch mit einer regional üblichen Pension, die so real ist wie regional übliche Löhne, zu bescheiden.
Die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner wollen in einem Land leben, das sicher ist, das für ihre Kinder ein sehr gutes Bildungssystem anbietet. Sie wollen sauberes Wasser, ausgebaute Verkehrswege, eine effiziente Verwaltung. Dafür haben sie Ingenieure, Polizisten, Verwaltungsbeamte, Facharbeiter, Lehrer und vieles andere mehr angestellt. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Gesetz erlassen, das die Angestellten der öffentlichen Verwaltung verpflichtet hat, bis zu 20 Prozent ihres Einkommens für ihre Alterssicherung zurückzulegen, ein weiser Entscheid.
Weil die Stimmbürgerinnen und -bürger das wissen, werden sie zweimal Nein stimmen.

Für das «GegenWINd»-Komitee:
Peter Wachter, Nolla 14, Schellenberg

Klimaschwindel?

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