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Leserbrief

Heilige lachen und spielen Theater

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 3. Mai 2014

Dafür sind die beiden Heiligen vom 27. April wohl ein Paradebeispiel. Johannes XXIII. sorgte, wo immer er lebte, für geistreiche Unterhaltung: «Papst kann jeder werden; der beste Beweis dafür bin ich.» Kann nicht auch jeder und jede heilig werden wie er, der sich das schon als Junge vorgenommen hatte? Paulus sprach die ersten Christen mit «Heilige» an und tadelte anschliessend ihr unheiliges Verhalten.
Papst Roncalli hat den Schalk geerbt. Als wir Schwestern einmal seinen Bruder in Sotto il Monte besuchten, antwortete er auf unsere Frage nach seinem Alter: «45 pro Bein.» Gründlich überrascht wurden die «Propheten», die nach Roncallis Wahl zum Papst vom «Übergangspapst» sprachen, weil sie von ihm wenig erwarteten. Er wurde aber ein grosser Übergangspapst, als er – ohne die Kardinäle um Rat zu fragen – das Konzil ankündigte.
Was machte ihn heilig? Seine Liebe zu allen Menschen; sein Werben um den Frieden für alle und nicht zuletzt sein unverwüstlicher Humor noch als Papst: «Giovanni, nimm dich nicht so wichtig!» Die Wurzel seines Humors war sein unbegrenztes Gottvertrauen. Dieses Geschenk liegt für uns alle bereit.
Der polnische Papst war ganz anders; seine hervorragende Gabe war das Rollenspiel. Schon als Junge dichtete er und spielte auf der Bühne. In der schwierigen Zeit des Kommunismus hat er weise vermittelt und entschlossen gehandelt. Und Gott war auch mit ihm, so sehr, dass nach seinem Tod die Menge auf dem Petersplatz forderte: «Santo subito!» Der strahlende Papst Franziskus reihte beide am Sonntag der Barmherzigkeit in die Schar der Heiligen ein.

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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