Leserbrief

Glückstag für PVS-Versicherte

Nikolaus Frick, Rüfestrasse 5, Vaduz | 28. April 2014

Verehrte Versicherte der PVS, warum sagen Sie, dass sie durch die Pensionskassensanierung bestraft würden? Seit über zehn Jahren wussten alle im Land, dass die Rentenversprechen der Kasse nie und nimmer erfüllt werden konnten. Das gilt insbesondere für Sie, die Versicherten, welche regelmässig von der Kasse über deren schlechten Zustand informiert waren. Nun zu einer für Sie sehr erfreulichen Nachricht: Der 1. Juli 2014 ist für Sie ein Glückstag: Denn dann erhalten Sie 300 Millionen Franken, welche auf Ihre individuellen Pensionskassenkonten aufgeteilt werden. Das ist das Geld, welches der Staat (Steuerzahler) und die über 4000 PVS-Versicherten in der Vergangenheit zu wenig in die Kasse einbezahlt haben, um diese im Gleichgewicht zu halten. Macht summa summarum 300 Millionen Franken. Rund die Hälfte davon (ca. 150 Millionen) hätte man Ihnen in der Vergangenheit vom Lohn zusätzlich abziehen müssen. Hat man aber nicht. Das Geld haben Sie also bereits mit nach Hause genommen. Dennoch zahlt Ihnen der Arbeitgeber die ganze Summe am 1. Juli aus unseren Steuergeldern nochmals ein. Auch die beiden WinWin-Initiativen sehen dieses Vorgehen vor, um die Vergangenheit würdig abzuschliessen. Wenn Sie dieses Multi-Millionen-Geschenk als Bestrafung empfinden, dann geben Sie es doch einfach zurück.

Nikolaus Frick, Rüfestrasse 5, Vaduz

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