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Leserbrief

Abänderung des Religionsgemeinschaftengesetzes

Patrick Sele,St. Markusgasse 13, Vaduz | 25. April 2014

Ein Abschnitt im Religionsgemeinschaftengesetz, der meines Erachtens abgeändert werden müsste, ist derjenige zur Kirchenfinanzierung. Es kann doch nicht sein, dass einerseits mit dem Hinweis auf die Lage des Staatshaushalts an allen Ecken und Enden gespart wird, andererseits sich der Staat ohne Not dazu verpflichtet, Religionsgemeinschaften zu finanzieren! Auch muss der Religionsunterricht an staatlichen Schulen nicht vom Staat finanziert werden, sondern dies kann den betreffenden Kirchen überlassen werden. Als Alternative zur vorgesehenen Mandatssteuer bietet sich ein freiwilliger einkommensabhängiger Kirchenbeitrag an. Für dessen Einhebung könnte den Steuerpflichtigen zusammen mit den Steuerunterlagen ein Formular zugesandt werden, auf dem diese, falls sie eine staatlich anerkannte Kirche unterstützen möchten, den Namen der betreffenden Kirche, die Höhe ihres Jahresbruttoeinkommens sowie die für die Geldüberweisung benötigte Kontonummer angeben. Bei der ersten solchen Einhebung würde dann 1 Prozent des Jahresbruttoeinkommens der betreffenden Kirche überwiesen. Damit würde sehr wahrscheinlich viel mehr Geld zusammenkommen, als die Kirchen benötigen. Aus dem Betrag des resultierenden Überschusses könnte dann der für die jeweilige Kirche angemessene Anteil berechnet werden. Im darauffolgenden Jahr würden dann die entsprechenden Anteile für die einzelnen Kirchen angepasst.

Patrick Sele,
St. Markusgasse 13, Vaduz

«Sechseläuten»

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