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Leserbrief

Gespart wird auf dem Rücken des Mittelstandes

Susanne Monz,Kreuzbühel 24, Mauren | 19. April 2014

Am Mittwoch in der Tageszeitung zwei Meldungen, zeitgleich nebeneinander: 1. Wieder weniger Geld für den öffentlichen Verkehr. 2. Die Treibhausgasemissionen sind 2012 wieder kräftig gestiegen, Grund unter anderem der Mehrverbrauch an Treibstoffen. Deutlicher geht es doch gar nicht! Man hält schöne Reden über ein «Reduktionspotenzial» und kürzt im selben Augenblick die Zuschüsse der öffentlichen Hand für den ÖV! Dazu träumt man weiter von einer fernen Zukunfts-Flachbahn und übersieht die Tatsachen, die da sind: Weniger Geld für die LIEmobil, weitere Fahrpreiserhöhungen, wieder weniger Linien beziehungsweise kürzer geführte Linien: noch öfter Umsteigen, noch mehr Gesamtfahrzeit, weniger und vollere Busse. Fazit: Es werden mehr Menschen wieder auf den eigenen PKW umsteigen, daraus ergibt sich eine weitere Erhöhung der Treibhausgasemissionen – logisch und leicht zu verstehen, sollte man meinen.
Aber nicht in Liechtenstein: hier wird die bekannte Geschichtensammlung der Bürger von Schilda täglich neu geschrieben. Warum schlägt man in Liechtenstein, einem der reichsten Länder der Welt, heute denselben Weg ein, den man in den Nachbarländern wie Deutschland, Österreich und weiteren EU-Ländern seit mindestens zehn Jahren geht und dessen verheerende Folgen in eben diesen Ländern deutlich sichtbar sind: Die stetig ansteigende finanzielle Belastung in allen Bereichen des Lebens, von der Gesundheit über Steuern, Schulbildung der Kinder, ÖV usw. usw. trifft vor allem den Mittelstand und schwächt die Kaufkraft, was sich auf die gesamte Wirtschaft eines Landes auswirkt, bis zur Situation der «Working Poor», insbesondere der Familien.
Warum erklärt man uns jedes Jahr zu Jahresbeginn, dass «alle» den Gürtel enger schnallen müssen – obwohl doch jedem klar sein müsste, dass dieser Gürtel bei einer Minderheit im Land noch sehr, sehr viele Löcher hat, bei anderen aber schon so eng sitzt, dass beinahe die Luft zum Atmen fehlt. Natürlich gibt es eine Menge Menschen im Land, die dies erkennen, aber die sitzen leider nicht in der Politik oder auf dem Felsen darüber. Schon lange kann ich nur mehr den Kopf schütteln – was zwar dazu führt, dass meine Rückenschmerzen besser werden, dem Land aber auch nichts nützt.

Susanne Monz,
Kreuzbühel 24, Mauren

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