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Leserbrief

Zum Staunen …

Bruno Nipp,Im Fetzer 47, Schaan | 17. April 2014

Im gestrigen «Vaterland»-Frontartikel wird FMA-Sprecher Beat Krieger zum Thema PVS-Sanierung unter anderem so zitiert: «(...) Der vorgesehene Zinssatz von 2,75 Prozent zur Verzinsung des Darlehens (gemäss WinWin»-Initiativen) liegt deutlich über den aktuellen Marktkonditionen. Die neue SPL müsste somit eine höhere Rendite auf das Anlagevermögen erwirtschaften, was im heutigen Tiefzinsumfeld äusserst schwierig zu erreichen ist.»
Richtig so. Und toll, dass dies die FMA auch gemerkt hat. Vieles andere, was sie eigentlich merken sollte, merkt sie nämlich nicht. Im Fall Seidl, im aktuellen PVS-Debakel (Sanierung seit vielen Jahren überfällig), wie auch im kürzlich bekannt gewordenen angeblichen Betrugsfall eines Triesenberger Treuhandunternehmens (gemäss Presse geht es dort um einen Betrug von angeblich 25 Millionen Franken) hat man gut geschlafen. Denn: 25 Millionen Franken betrügt man in aller Regel nicht in zwei Tagen. Nur: Als Staat im Staat kann man sich ein solches Ruheverhalten offensichtlich leisten.
Erstaunlich ist auch, dass sich mittlerweile einige Personen und Institutionen wegen der eingangs erwähnten Verzinsung von 2,75 Prozent auflehnen. Wenn die Regierung andererseits einen Phantasie-Sollertragszins von 4 Prozent auf das Vermögen bei der Steuerveranlagung festsetzt, melden sich dieselben Personen und Institutionen nicht. Warum eigentlich?
Mittlerweile werde ich den Eindruck nicht mehr los, respektive habe ich die Befürchtung, dass an den Schalthebeln dieses Landes zu viele Theoretiker ohne die notwendige Praxiserfahrung sitzen. Wie sonst können solche Fälle passieren? Oder anders gefragt: Was läuft als Nächstes aus dem Ruder?

Bruno Nipp,
Im Fetzer 47, Schaan

«Win-Win»-Initiativen

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