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Leserbrief

Kleine Anfrage Schulpsycho- logischer Dienst

Dr. med. René Kindli,Weiherring 10, Mauren | 15. April 2014

In der Landtagssitzung vom 9. April gab es zwei kleine Anfragen zur Stellenstreichung im schulpsychologischen Dienst (SPD), am Tag darauf hat die Regierung ihre umfassenden Abklärungen abgeschlossen und wie folgt geantwortet: Ja, die durch Pensionierung freigewordene Schulpsychologenstelle wird nicht mehr besetzt.
Dadurch werden die Wartefristen von einer Anmeldung bis zur Abklärung von zwei Wochen bis auf maximal zehn Wochen verlängert, aber für Härtefälle gibt es ja Kinderpsychologinnen und Kinderärzte. Die Regierung nimmt eine Umlagerung der Kosten vom Bildungsministerium zum Gesundheitsministerium in Kauf, dass dadurch die Kosten steigen, wird aber verschwiegen. Was die Verlängerung der Wartefristen betrifft, verdeutlicht folgendes Beispiel: Im April stellt sich bei einem Schulkind die Frage, ob es eventuell die Klasse wiederholen sollte. Lehrer und Eltern sind sich aber nicht sicher und man entscheidet sich zu einer Anmeldung beim SPD. Die Abklärung, die sich meist über mehrere Termine erstreckt, findet dann im Juni statt. Im Anschluss daran sollten dann die Resultate noch mit den Eltern und den Lehrern besprochen werden und dies alles noch vor den Sommerferien Anfangs Juli. Für alle Beteiligten ist dies eine äusserst stressige Situation. Vor allem für das Kind wird dadurch das Lernumfeld deutlich verschlechtert.
Aber zum Glück hat die Regierung ein Konzept bereit, falls es doch zu untragbaren Engpässen kommen sollte. Man ist bereit, dann kurzfristig einen Schulpsychologen einzustellen, bis die Pendenzen wieder abgebaut sind. Wo die Regierung aber einen erfahrenen Schulpsychologen, der sich mit dem schulischen Umfeld in Liechtenstein genau auskennt und bereit ist, nach ein paar Monaten wieder in die Wüste geschickt zu werden, auftreibt, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Wenn unser ganzes Bildungssystem aus solch ausgeklügelten Konzepten besteht, können die Kinder und ihre Eltern ja einer sorgenfreien Zukunft entgegensehen.

Dr. med. René Kindli,
Weiherring 10, Mauren

«Lehrplan 21»

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