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Leserbrief

Die Ernte unserer Aussaat

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 8. April 2014

Gedanken aus einem Fernseh-Interview in den USA:
Die TV-Moderatorin fragte eine junge Frau, die beim Einsturz der Zwillingstürme beide Eltern verloren hatte, wie ein guter Gott ein solches Unglück zulassen kann. Sie bekam eine verblüffende Antwort: «Ich denke, – sagte die junge Frau – Gott trauerte ähnlich wie wir darüber. Aber wir hatten ihm vor Jahrzehnten gesagt, er soll unsere Schulen, unsere Banken, unsere Regierungen verlassen. Als Edelmann tat er das. Ich denke, dass alle Terrorakte, die Gewalt in Schule und Familie, die Korruption auf allen Ebenen eine Folge dieser Ausweisung Gottes sind.»
Dann zählte die junge Frau eine Unzahl gott-loser Schritte der modernen Gesellschaft auf. Hier nur eine kleine Auswahl: Kaum jemand hat sich gewehrt, als in USA und anderswo Religions- und Bibelunterricht aus der Schule verbannt wurden. Die 10 Gebote als Weg zu einem geordneten glücklichen Leben werden totgeschwiegen; «Kinderfreundliche» erzwangen Gesetze, dass Kinder weder in der Familie noch in der Schule getadelt, und ja nicht gestraft werden dürfen, wenn sie rebellieren, Schaden anrichten, Gewalt ausüben; man könnte dadurch ihrer Freiheit und gesunden Entwicklung, ja ihrem Glück schaden ... Glaubten die Verantwortlichen das oder wagten sie nicht zu widersprechen?
Nachdem längst die Schulmesse gestrichen war, weil sie den Unterricht einschränke und die Kinder überfordere, durften die Lehrer auch keine Krippe mehr aufstellen, das könnte andersgläubige Kinder beleidigen.
Wie können Kinder und Jugendliche noch Gut und Böse unterscheiden, wenn die Werbung in TV, Druck und auf Plakaten schamlos auftritt und nur noch Geld zählt?
Die junge Frau fragte noch weiter: Glauben nicht die meisten, was die Medien sagen, zweifeln aber an der Botschaft der Bibel? Die Politiker dürfen nicht die Wahrheit sagen. «Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen.» Verbrechen und geschmacklose Witze werden mit Windeseile verbreitet, aber ganz wenige trauen sich, über Gott und das Gute zu sprechen.
Ist es nicht verwunderlich, dass den meisten wichtiger ist, was die Menschen von ihnen denken als was Gott von ihnen hält? (Könnte Ähnliches auch eine Liechtensteinerin aufzählen? Vgl. «Volksblatt» vom 14. April 2012, Zitat des Tages!)
«Wenn wir ehrlich sind, ernten wir heute, was wir seit über 40 Jahren gesät haben», schloss die junge Frau.
40-tägige Österliche Busszeit ist eine Einladung, von dieser jungen Frau, österliches Denken zu lernen.

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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