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Leserbrief

Unfaire Belastung für den Mittelstand

Siegbert Laukas,Wiesengass 45, Schaan | 3. April 2014

«Win-Win» ist unfair, unsozial und belastet den Mittelstand zusätzlich überproportional weil, durch die von den Landesangestellten bereits heute geleisteten PV-Prämien im Vergleich zu Industrie und Gewerbe um mindestens das Doppelte betragen und die zukünftigen Renten inkl. Leistungen im Todesfall und Invalidität um bis zu 20 Prozent gekürzt werden sollen. Im Vergleich zu einer durchschnittlichen PV-Prämie in Industrie und Gewerbe von circa 4 bis 6 Prozent beträgt die PV-Prämie des Landesangestellten bei der «Win-Win»-Initiative zirka 12 bis 13 Prozent (+4 Prozent zu jetzt). Dies, obwohl die Landesangestellten gemäss laut Swisscanto-Bericht in den letzten zehn Jahren bereits zu hohe Beiträge gezahlt (s. Swisscanto Bericht v. 14. März 2013, S. 230) haben. Bei der letzten Revision waren zudem schon einmal 10 Prozent der Leistung gekürzt worden. Trotz dieser neuen Prämien-belastung sollen die Landesangestellten für das nicht von Ihnen verursachte Millionenloch 200 Millionen einschiessen. Zusätzlich sei anzumerken, dass vor einiger Zeit ein Brief an die Landesangestellten verschickt wurde mit der Aufforderung, um die volle Rente zu garantieren, soll der Versicherte seinen persönlichen Anteil zusätzlich ausfinanzieren, dies, obwohl schon zum damaligen Zeitpunkt die massive Unterdeckung und das Millionenloch der PVS bei der Regierung und den Verantwortlichen bekannt war. Durch die bisherigen Sparmassnahmen der Regierung wurden Lohnerhöhungen, versprochene Bonuszahlungen sowie Teuerungsausgleiche seit Jahren in der Landesverwaltung eingespart, dies mit dem Vorwand, man muss ja mit gutem Beispiel vorangehen. Seit Jahren leisten die Versicherten bereits Sanierungsleistungen durch von der Regierung beschlossene Prämienbeiträge. In der Landesverwaltung sowie den angeschlossenen Betrieben sind ein Grossteil der zirka 4000 Beschäftigten dem Mittelstand zuzuordnen. Durch eine neuerliche überproportionale Belastung dieses Personenkreises (immerhin inklusive Familienangehörige zirka 10 000 Personen), wird die Kaufkraft noch mehr geschwächt, was sich nachhaltig über Jahre im FL-Handel und Gewerbe bemerkbar machen wird. Würde die «Win-Win»-Initiative mit den versprochenen zusätzlichen 90 Mio. Einsparungen eingeführt, so wird diese Einsparung auch wieder von den Landesangestellten-Steuerzahlern übernommen werden müssen. Was Herr Frick mit seiner Initiative vergisst, ist die Tatsache, dass es sich bei den Landesangestellten und deren Familien auch um Steuerzahler handelt. Interessant ist auch die Tatsache, dass sich zum Ausstieg von etlichen der PVS angeschlossenen Gemeindeangestellten, welche vorwiegend mit Gemeinde-Steuergelder ausfinanziert wurden, keine kritische Stimme dazu geäus-sert hat. Ginge es Herrn Frick wirklich um Einsparungen, dann müsste er auch die millionenschweren Gemeindeausgaben zu dieser Ausfinanzierung bekämpfen.

Siegbert Laukas,
Wiesengass 45, Schaan

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