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Leserbrief

Mann des Glaubens im Visier

Jens Gassmann, Giessenstrasse 10, Ruggell | 1. April 2014

Ein Mann geht im Lande einkaufen. Vor dem Geschäft wird er von einer ihm fremden Person angespuckt und mit übelsten Beschimpfungen bedacht. «Kinderf***er!» ist noch die harmloseste Bezeichnung, die der Betroffene in aller Öffentlichkeit über sich ergehen lassen muss; seine Kleidung und Religion ist Grund der Beleidigung und Auslöser des Angriffes. Man kennt ihn in der Gemeinde, gut integriert und er setzt sich für das Gemeindewohl ein; betroffene Gesichter. Niemand schreitet ein. Der jugendliche Spucker geht unbescholten seines Weges. So geschehen vergangene Woche in Ruggell. Wer nun an einen rassistisch motivierten Hintergrund gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund und muslimischen Glauben denkt, liegt nur teilweise richtig. Migrationshintergrund so weit, als dass die angespuckte Person aus Deutschland kommt. Wäre dieser Vorfall einem Mitbürger einer religiösen Minderheit passiert, wäre der Aufschrei gross gewesen, warum aber nicht bei einem katholischen Priester? Sind sie Menschen zweiter Klasse aufgrund ihres Glaubens? Man mag zur Kirche stehen, wie man will, das muss jedem selbst überlassen bleiben. Wie weit muss sich aber ein unbescholtener Mensch aufgrund seiner Religion bei uns im Lande demütigen lassen? Wie lange akzeptiert eine Gesellschaft (noch), dass man so miteinander umgeht? Beschämend.

Jens Gassmann, Giessenstrasse 10, Ruggell

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