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Leserbrief

«Win-Win» ist fair, sozial und grosszügig!

Nikolaus Frick,Rüfestrasse 5, Vaduz | 1. April 2014

Viele Aspekte der Pensionskasse sind sehr einfach zu durchschauen. Oft ist vom technischen Zinssatz und dessen richtiger Höhe die Rede. Dieses Thema griff am vergangenen Samstag auch Leserbriefschreiber Hansjörg Frick auf und stellte fest, dass ein zu hoher technischer Zinssatz «nicht zielführend» sei angesichts der zu erwartenden Aussichten auf den Finanzmärkten. Dem können wir nur beipflichten. Darum ist es auch künftig die Aufgabe des Stiftungsrats, jeweils einen marktgerechten technischen Zinssatz festzulegen (vgl. Bericht und Antrag 135/2012 der Regierung, Seite 13).
Warum aber wird dann im Regierungsvorschlag und bei «Win-Win» ein technischer Zinssatz erwähnt, wenn es am Stiftungsrat liegt, diesen in Zukunft festzulegen? Der erwähnte technische Zinssatz dient lediglich dazu, die entstandene Multimillionenlücke der Kasse zu berechnen. Und jetzt kommt der Trick der Regierung: Je tiefer der technische Zinssatz gewählt wird, umso grös-ser scheint das Loch in der Kasse und umso mehr Geld muss der Steuerzahler der Kasse überweisen!
Der Regierungsvorschlag verwendet unüblich tiefe 2,5 Prozent, «Win-Win» arbeitet mit 2,75 Prozent, womit der Steuerzahler um 10 Millionen Franken entlastet wird, was sehr grosszügig gegenüber Versicherten und Pensionisten ist. Denn bei anderen liechtensteinischen Pensionskassen liegt der technische Zinssatz bei 3 Prozent und darüber!
Das 300-Millionen-Loch ist nur entstanden, weil die Versicherten seit Jahrzehnten zu wenig in die Kasse einbezahlt haben, um ihre hohen Renten zu finanzieren. Der Staatsgerichtshof sagt klipp und klar: Wohlerworben ist aber nur, was auch einbezahlt wurde. Der Steuerzahler übernimmt somit ohne rechtliche Verpflichtung aber aus sozialen Gründen den Schaden der Vergangenheit. Damit müssen auch Versicherte und Pensionisten zugeben: «Win-Win» ist sehr sozial und fair!
Fair ist «Win-Win» auch, weil in Zukunft Schluss ist mit der Sonderbehandlung der PVS-Versicherten gegenüber den Versicherten in der Privatwirtschaft! Dadurch sparen wir in den kommenden zehn Jahren gesamthaft 90 Millionen Franken. Werden Sie auf winwin90.li Unterstützer der fairen Lösung für die Pensionskasse.

Nikolaus Frick,
Rüfestrasse 5, Vaduz

Öffentliche Demütigungen

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