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Leserbrief

500 Jahre Reformation

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 29. März 2014

«SKZ» berichtete am 3. April 2014 über die Ergebnisse der Studien der katholischen und reformierten Kirchenhistoriker. Je gründlicher, ehrlicher und mutiger sie die Glaubensspaltung studieren, desto wacher wird sie als tragisches Unglück erkannt.
Die Konzilsväter schrieben vor 50 Jahren: «Die Kirche braucht ständige Reformen». Ein eingeladener reformierter Hörer meinte: Heute sind die Katholiken reformierter als wir!
Viele wirklich Glaubende aller christlichen Kirchen möchten das Jubiläum deswegen gemeinsam als Versöhnung feiern. Papst Franziskus zeigt uns in der «Freude des Evangeliums» den Weg zur Reform aller Getauften. Verpassen wir die Chance nicht!
Ich kann mich noch gut meiner gemischten Gefühle erinnern, wenn ich im Geschichtsunterricht die Reformation und den 30-jährigen Krieg behandelte, besonders wenn katholische und evangelische Mädchen vor mir sassen. Da nahm ich gern Zuflucht zur Novelle von G. v. Le Fort «Die Verfemte». Eine junge hochschwangere Frau, deren Mann die Schweden getötet haben, rettet unter eigener Lebensgefahr einen jungen Schweden, der sie kniend als erster «Mutter» genannt hat … Das ist Versöhnung, wie Christus sie lehrt!
Der Auslöser der Kirchenspaltung war bekanntlich der empörend falsch gepredigte Ablass, um den Bau des Petersdomes zu finanzieren. Der tiefgläubige Augustinermönch M. Luther verurteilte diesen «Handel» mit Recht.
Aber was ist Ablass? Nicht Nachlass der Sünden – das kann nur Gott – aber Tilgung der Sündenstrafen durch gute Werke wie Fastenopfer: «Wir teilen», «Brot für alle» ... Ich vergleiche diese Wirkung gern mit der Behandlung leiblicher Wunden, die wir reinigen = Reue, verbinden = gute Werke, damit sie heilen.

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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