Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Brauchen wir religiöse Symbole?

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 22. März 2014

Kennen Sie den Theologen und Schriftsteller J. Imbach? Im «Sonntag» packte er jede Woche ein heis-ses Thema an, in Nr. 7/14 «Kreuzzüge gegen das Kreuz». Dass die Christen seit Jahren in der ganzen Welt blutig und unblutig verfolgt werden, ist bekannt. Warum? Als ich vor Jahren erfuhr, dass die blutigste Islamisten-Gruppe Boko Hamar (Übersetzug: westliche Bildung ist Sünde) heisst, begann ich historisch nachzudenken. Christen, vor allem Klöster, waren durch Jahrhunderte die fleissigsten und erfolgreichsten Kulturträger und Entwicklungshelfer. Wie aber sieht die Wirtschaft, die Gesetzgebung, die Gerechtigkeit, die Moral in den «christlichen» Ländern in der Zange des Kapitalismus heute aus? Geld ist wichtiger als der Mensch und die Natur, wichtiger als die Qualität allen Lebens auf Erden (Raubbau der Naturschätze, Vergiftung des Bodens und der Luft, Vertreibung und/oder Tötung der Naturvölker ...). Ich freue mich, dass Papst Franziskus, der sich auf vielen Gebieten erstaunlich gut auskennt, in Evangelii Gaudium diese Probleme menschenfreundlich, aber mutig bewusst macht; mich freut es natürlich auch, dass Kapitalisten dieses Apostolische Schreiben gelesen haben! Sonst würden sie den Papst nicht Marxist nennen. Der freie Markt ist genauso wie die Verstaatlichung der Güter eine Versuchung zur Ausbeutung. Wir müssen von Jesus die Gerechtigkeit der Liebe lernen und sie leben, dürfen keine tödliche Waffen verkaufen, wenn wir wirklich den Frieden wollen. Symbole wie das Kreuz sind dabei wichtig, das Hören auf die Stimme des Gewissens ist wichtiger, entscheidend ist das Handeln danach. Danke allen, die das wenigstens versuchen!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

In eigener Sache

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung