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Leserbrief

Die Industrie will beliefert werden

Benedikt König, Rechtsanwalt in Vaduz und Mitglied der Feldkircher Stadtvertretung (Liste ÖVP) | 15. März 2014

Mit Verwunderung nehme ich als Grenzgänger zur Kenntnis, dass Liechtenstein sich aufgrund zweifellos gegebener budgetärer Engpässe veranlasst sieht, den ÖPNV einzuschränken und so weniger attraktiv zu gestalten. Andererseits befürchten viele im Land ein Ansteigen des Verkehrs infolge des Baus des Feldkircher Stadttunnels und der Landtag sieht sich zu einer Petition veranlasst. Fakt ist, dass ein Grossteil des durch Liechtenstein fliessenden Verkehrs hausgemacht ist. Die Industrie will schliesslich beliefert werden; ein Ausbau der Busverbindungen nützt dagegen nichts. In der Reduktion des Individualverkehrs beiderseits der Grenze lässt Liechtenstein hingegen enormes Potenzial liegen. Durch sinnvolle Linienführungen (Direktkurse) und kurze Takte (der Feldkircher Stadtbus fährt trotz angespannter Budgetlage im Viertelstundentakt) könnte Liechtenstein beweisen, dass es dem Land ernstlich um eine Reduktion des Verkehrs geht. Bürgermeister Berchtold hat also recht, wenn er Inkonsequenz feststellt. In der Tat sind auch die 1840 gesammelten Unterschriften für die an direkte Demokratie gewöhnten Liechtensteiner wahrlich bescheiden – man denke an diverse Gesetzesinitiativen, welche weit mehr Stimmbürger «hinter dem Ofen hervorlockten». Es stört, dass der berichtende «Volksblatt»-Redakteur Johannes Mattivi (selbst Kandidat der Feldkircher Grünen 2010), verschweigt, dass nach den Vorstellungen der Grünen die Stadt Feldkirch auch die Kosten der Verbesserung der liechtensteinischen Verkehrssituation tragen sollte.

Benedikt König, Rechtsanwalt in Vaduz und Mitglied der Feldkircher Stadtvertretung (Liste ÖVP)

Bahnverkehr in Schaan

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