Leserbrief

Der Berg hat eine Maus geboren

Walter-Bruno Wohlwend,In der Blacha 50, Planken | 6. März 2014

Mit grossen Lettern berichteten unsere Tageszeitungen letzte Woche von den «Sofortmassnahmen», mit denen die Regierung die aus dem Ruder laufenden Gesundheitskosten in den Griff kriegen will. Die Arzttarife sollen auf Schweizer Niveau gesenkt werden. Im Visier des Gesundheitsministers sind insbesondere die vergleichsweise überhöhten Kosten für die Praxislabors geraten: 1.50 statt 1 Franken.
Die Kostensteigerung von 2012 auf 2013 betrug 19 Millionen Franken. Der Anteil der Arztkosten hat sich um 5 Millionen Franken erhöht. Das ist zweifellos viel Geld. Was aber ist mit den restlichen 14 Millionen Franken? Die Steigerung der Kosten für die (ausländischen, vor allem schweizerischen) Spitäler, auf die wir kaum Einfluss nehmen können. Wie verhält es sich mit den Laborkosten, die ausserhalb der Arztpraxen anfallen, usw?
Kein Zweifel, den Bemühungen der Regierung zur Kostensenkung im Gesundheitswesen gebührt Respekt. Auch wenn es nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist. Der mediale Wirbel aber, der darum herumgemacht wurde und wird, ist eher peinlich. Der Berg hat eine Maus geboren, mehr nicht.

Walter-Bruno Wohlwend,
In der Blacha 50, Planken

Glaube

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