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Leserbrief

Valentinstag

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 15. Februar 2014

Als ich dieses Wort heute in meiner Agenda las, erinnerte ich mich an ein Erlebnis in den USA in den 1970er-Jahren. Als ich mit einer Mitschwester ihre Schulklasse betrat, riefen die Kinder in ihrem bunt geschmückten Schulzimmer: You are our Valentine! Und beschenkten mich mit Blumen und Süssigkeiten. Inzwischen hat dieser Brauch – wie viele andere nicht immer gute Bräuche – aus Nordamerika – die weite Welt erobert.
Wir brauchen Feste, um uns gemeinsam zu freuen, einander zu sagen, dass jeder Mensch kostbar ist, dass wir einander brauchen und wertschätzen. Wertschätzung ist heute beinahe ein Modewort, aber ein kostbares, vorausgesetzt, dass es nicht nur gesagt, sondern auch gelebt wird. Darin steckt das Wort Schatz, von dessen Suche viele Märchen erzählen. Auch Jesus gebrauchte diesen Ausdruck: «Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.» Verliebte sprechen deshalb mit Recht von ihrem «Schatz», wenn sie ihm/ihr das Herz geschenkt haben. Schätze muss man eifersüchtig hüten. Auch das gilt für Verliebte – ein Leben lang. Dass das nicht leicht ist, beweisen viele «Einbrüche» in Freundschaften und in Ehen, die immer sehr tiefe Wunden schlagen. Wäre es nicht «leichter», einander gewollte wie ungewollte Verletzungen zu «beichten» und um Vergebung zu bitten, als den «Schatz sitzen zu lassen» und einen anderen ins Herz zu schliessen? Zu Spannungen und zum Streit gehören immer zwei – und die Volksweisheit rät: Der/die Gescheitere gibt nach! Wir wollen doch alle gescheit sein, oder? Guten Erfolg im Vergeben und um Vergebung Bitten! Es lohnt sich!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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