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Leserbrief

Fremdschämen für Verfehlungen des Stiftungsrates

Hansjörg Quaderer,Reberastrasse 27, Schaan | 15. Februar 2014

War der Stiftungsrat der Kunstschule bei Sinnen, als er Anfang Woche seinen Direktor Peter Stobbe und den Dozenten Marcel Glanzmann in einem schäbigen Akt fristlos hinauswarf? Das dürfte ein rechtliches Nachspiel haben. Geht man so mit ausgewiesenen und verdienten Fachleuten um, nur weil sie vom Recht auf freie Meinungsäusserung Gebrauch mach(t)en?
Warum hatte der Stiftungsrat der Kunstschule nicht die Grösse, seine Karten in Bezug auf das Auswahlverfahren um die Direktorenstelle, wie vom Dozententeam gewünscht, offenzudecken? Wollte man mit den Kündigungen harte Tatsachen schaffen, um jede weitere dbzl. Diskussion im Keim zu ersticken? Was die Vögel vom Dach herunter pfeifen: Das dilettantische Bestellungsverfahren um die Direktorenstelle hatte Züge einer Farce. Durch die willkürlichen Kündigungen von Peter Stobbe und Marcel Glanzmann, die fatal an eine «Säuberungsaktion» erinnern, hat es der Stiftungsrat jedenfalls versäumt, ein vertrauensvolles Fundament für die Zukunft der Kunstschule zu legen.
Eine weitere Stillosigkeit: Man kann nur den Kopf schütteln, wenn man zudem hört, dass eine Kulturjournalistin des «Vaterlands» von einer Stiftungsrätin der Kunstschule angeherrscht und gemassregelt wurde, nur weil sie ihre journalistische Pflicht tat und Anfang der Woche umsichtig über die Rauswürfe an der Kunstschule berichtete.
Gehören fortan Einschüchterungen, Ermahnungen zu bedingungsloser Loyalität ans Dozententeam und schliesslich fristlose Kündigungen zum Lenkungsrepertoir des jetzigen Stiftungsrates der Kunstschule?
Die Verfehlungen des Stiftungsrates müssten in einer Demokratie Konsequenzen haben.

Hansjörg Quaderer,
Reberastrasse 27, Schaan

Weirather-Pech

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